ADB:Albrecht II. (Markgraf von Brandenburg)

aus Wikisource, der freien Quellensammlung

Wechseln zu: Navigation, Suche

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Albrecht II. (Markgraf von Brandenburg)“ in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 1 (1875), ab Seite 243, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Albrecht_II._(Markgraf_von_Brandenburg)&oldid=801903 (Version vom 2. Dezember 2009, 18:43 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
Albrecht der Bär
<<<Vorheriger
Albrecht der Bär
Nächster>>>
Albrecht Achilles
Band 1 (1875), ab Seite 243. (Quelle)
Autor [[| in Wikisource]]
Albrecht II. (Brandenburg) in der Wikipedia
PND-Nummer 138733422
(Datensatz, Rohdaten, Werke)
fertig
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

Albrecht II., Markgraf von Brandenburg, Sohn des Markgrafen Otto I. und dessen zweiter Gemahlin Adelheid von Holland [WS:Tochter des Grafen Florens III.], geb. um 1174, † 24. Febr. 1220. Bei dem Tode seines Vaters, wie es scheint, noch minderjährig, ward er anfangs mit dem nördlichen Theile der Altmark abgefunden und nannte sich daher einen Grafen von Arneburg. Bald darauf gerieth er aus unbekannten Ursachen mit seinem ältesten (Stief-) Bruder, dem Markgrafen Otto II., in eine Fehde, wurde von diesem 1195 (Sept.) gefangen genommen und längere Zeit in Haft gehalten. Mit seiner Zustimmung erfolgte im November 1196 seitens Otto’s II. die Lehnsauftragung der markgräflichen Allode in der Alt- und Mittelmark an das Erzstift Magdeburg. Nach Otto’s Tode (5. Juli 1205) folgte ihm A. in der Mark. Er erwarb vom Grafen Siegfried von Altenhausen Stadt und Schloß Osterburg, welches letztere 1208 zerstört wurde, führte Kriege mit den Herzögen Bogislaw I. und Kasimir I. von Pommern, sowie mit dem Erzstifte Magdeburg, half dem Kaiser Otto IV. im Jahre 1215 Hamburg den Dänen entreißen und leistete demselben auch in seinem Kriege gegen den Magdeburger Erzbischof Albrecht I. Beistand. Nach Friedrichs II. Erscheinen in Deutschland ging er freilich zu dessen Partei über, wofür er die Bestätigung der Anwartschaft seines Hauses auf Vorpommern erhielt. Neben dem Ruhme großer Tapferkeit erwarb er auch den eines freigebigen Beschützers der Klöster und Kirchen. Vermählt mit Mathilde, einer Tochter des Markgrafen Konrad von der Lausitz, hinterließ er zwei Söhne, Johann und Otto, welche, bei seinem Tode noch minderjährig, sich später in den Besitz der Mark theilten.

v. Heinemann.
Persönliche Werkzeuge