ADB:Berghes, Adrian von

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Artikel „Berghes, Adrian von“ in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 2 (1875), ab Seite 384, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Berghes,_Adrian_von&oldid=568693 (Version vom 25. Dezember 2009, 01:43 Uhr UTC)
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Band 2 (1875), ab Seite 384. (Quelle)
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Berghes: Adrian van B. (Bergues), Herr von Dolhain, ein hennegauischer Edelmann aus dem Geschlecht der Herren von B. St. Vinocx, erscheint als eifriger Anhänger der Partei der Geusen 1566 bei der ersten Vereinigung der Edelleute zu Breda und am 5. April d. J. bei der Ueberreichung des Compromisses an Margaretha von Parma, wie bei der Versammlung zu St. Trond. 1568 unter Confiscation seiner Güter von Alba verbannt, begab er sich nach Frankreich, ward aber 1569 von Oranien zum Unteradmiral der Wassergeusen ernannt. Trotz persönlicher Tapferkeit zeigte er sich für diesen Posten wenig geeignet. Wol errang er zuerst einige Vortheile; aber 1570 ergriff er, vor der Emsmündung kreuzend, beim Herannahen Bossu’s und de Robles, so kopflos die Flucht, daß er seine meisten Schiffe einbüßte. Auch war er nicht im Stande, die räuberische Zuchtlosigkeit seiner Mannschaft zu zügeln. Oranien mußte sich daher, obwol ungern, entschließen, ihn verhaften zu lassen. Wieder in Freiheit gesetzt, ging er nach Köln und von dort nach Frankreich. Dennoch aber der Sache seines Vaterlandes treu, nahm er 1752 an einem Zuge des Herrn von Genlis nach Mons Theil, wo er am 17. Juli bei dem Versuch, sich aus der Gefangenschaft, [385] in die er gerathen war, mit bewaffneter Hand zu befreien, den Tod fand. Im Commando der Wassergeusen folgte ihm zunächst sein Bruder Ludwig, der jedoch gleichfalls bald wegen der Zuchtlosigkeit seiner Untergebenen verhaftet ward, und weiterhin nicht mehr genannt wird.

van d. Aa, Biogr. Woordenb.; Biogr. nat. Belg.
Alb. Th.
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