ADB:Besnard, Franz Anton von

aus Wikisource, der freien Quellensammlung

Wechseln zu: Navigation, Suche

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Besnard, Franz Anton von“ in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 2 (1875), ab Seite 556, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Besnard,_Franz_Anton_von&oldid=783090 (Version vom 24. Dezember 2009, 04:14 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
Besnard, Franz Josef von
Nächster>>>
Besold, Christoph
Band 2 (1875), ab Seite 556. (Quelle)
Autor [[| in Wikisource]]
Kein Wikipedia-Artikel
(Stand Juli 2009)
PND-Nummer 116154314
(Datensatz, Rohdaten, Werke)
korrigiert
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal korrekturgelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.

Besnard: Franz Anton v. B., jüngster Sohn des im J. 1814 zu München verstorbenen königl. bairischen geheimen Rathes und Leibarztes Fr. v. Besnard, geb. 1796 zu München, † 20. Jan. 1854. Er studirte am dortigen Gymnasium, trat aber 1813 als Cavallerieofficier in die bairische Armee, mit der er vor Paris rückte. Nach Beendigung der Feldzüge bezog er die Universität Göttingen, um sich den philologischen und historischen Studien zu widmen. Im Beginne der zwanziger Jahre nach München zurückgekehrt, hier besonders mit v. Thiersch und v. Niethammer befreundet, begann er seine litterarische Laufbahn mit Aufsehen erregenden Arbeiten in dem damals vielgelesenen Blatte „Eos“. Später mit dem Augsburger Domherrn Casp. Ant. v. Mastiaux, dem langjährigen Herausgeber der „Litteraturzeitung für katholische Religionslehrer“, bekannt geworden, entfremdete er sich seinen früheren Freunden gänzlich und wurde fortan einer der eifrigsten Streiter für den Katholicismus. Eine besondere Thätigkeit widmete er dem Studium der Kirchenväter, von denen er Tertullian und Arnobius etc. übersetzte. Als Fortsetzer der Mastiaux’schen Litteraturzeitung im Vereine mit Kerz von 1826–34 beziehungsweise 1836 thätig, später denselben Fleiß auf das „Repertorium für katholisches Leben, Wirken und Wissen“ (1841–43) verwendend, übernahm er im April 1848 nochmals die Redaction der „Sion“ und siedelte selbst nach deren Verlagsort Augsburg über. Allein schon nach einigen Jahren erlag er zu München einem Gehirnleiden, welches sich seit 1852 entwickelt hatte.

Vgl. Thesaurus librorum rei catholicae. Würzb. 1850. S. 60.
Ruland.
Persönliche Werkzeuge