ADB:Bodt, Jean de

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Artikel „Bodt, Jean de“ in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 3 (1876), ab Seite 24, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Bodt,_Jean_de&oldid=825960 (Version vom 10. Dezember 2009, 21:14 Uhr UTC)
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Bodt: Jean de B., sächsischer General, geb. 1670 zu Paris als Sohn eines Mecklenburgers, und † zu Dresden 3. Jan. 1745. Er verließ als junger Ingenieur Frankreich nach Aufhebung des Edicts von Nantes seiner evangelischen Religion halber. In Holland fand er Aufnahme in das Cadettencorps und begleitete später den Prinzen von Oranien als Capitän der Artillerie und des Ingenieurcorps nach England. Hier ward er Engineer of the Tower und wohnte mit Auszeichnung den Schlachten in Flandern bei. Der von ihm entworfene Plan zum Palais von Whitehall gab 1698 Anlaß zu seiner Berufung nach Berlin durch Kurfürst Friedrich III. als Hofbaumeister. 1699 zum Kammerjunker ernannt, erhielt er eine Compagnie der Garde und die Inspection der königlichen Schlösser sowie der Militärgebäude. In Berlin vollendete er das von Nering begonnene, von Schlüter fortgeführte Zeughaus und in Potsdam den Schloßbau. 1706 ward er zum Chef der Artillerie und zum Commandanten der Citadelle von Wesel mit dem Auftrag der Erneuerung der dortigen Festungswerke ernannt. 1715 zum Generalmajor und 1719 zum Commandanten von Wesel avancirt, verließ er den preußischen Dienst, weil seinen Plänen für die Befestigung Magdeburgs diejenigen des Obersten Wallrabe vorgezogen waren. In kursächsisch polnische Dienste getreten, ward er am 13. Oct. 1728 vom König August zum Generallieutenant und Chef des Ingenieurcorps, sowie zum Intendanten der Civil- und Militärgebäude in Dresden, am 11. Oct. 1734 zum Commandanten der Neustadt und am 16. März 1741 zum General der Infanterie ernannt. In Dresden hat er u. a. die Ballustraden der Elbbrücke und das Portal des Japanischen Palais gebaut.

F. Meyer, Berühmte Männer Berlins, 1875, S. 181 ff.
Winkler.
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