ADB:Bohse, August

aus Wikisource, der freien Quellensammlung

Wechseln zu: Navigation, Suche

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Bohse, August“ in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 3 (1876), ab Seite 84, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Bohse,_August&oldid=717495 (Version vom 11. Dezember 2009, 01:23 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
Bohrer
<<<Vorheriger
Bohrer
Band 3 (1876), ab Seite 84. (Quelle)
Autor August Bohse in Wikisource
August Bohse in der Wikipedia
PND-Nummer 11851296X
(Datensatz, Rohdaten, Werke)
fertig
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

Bohse: August B., geb. 2. April 1661 zu Halle, wo sein Vater Beisitzer des Schöppenstuhles war, besuchte das dortige Gymnasium, dann 1679 die Universität Leipzig, wo er erst die Beredsamkeit, später Jura studirte, ging dann nach Jena, ward Hofmeister, kehrte aber nach kurzer Zeit wieder nach Leipzig zurück um dort zu prakticiren; zog 1685 nach Hamburg, wo er drei Jahre lang jungen Leuten Vorlesungen über Rechtswissenschaft und Redekunst ertheilte. Unruhig wie er war, zog er dann umher, bald in Dresden, bald in Leipzig, bald in Halle gleiche Vorlesungen haltend, ward dann 1691 Secretär bei dem Herzoge Johann Adolf von Sachsen-Weißenfels und verfertigte die Hofopern. Auch hielt er nochmals juristische Vorlesungen in Jena, ging dann nach Erfurt, um wieder nach alter Weise seine Vorlesungen zu halten, ward dann 1700 zu Jena Doctor der Rechte durch die „Disputatio de iure posthumorum“ und ward endlich als Professor an die Ritterakademie zu Liegnitz berufen, wo er 1740 gestorben sein muß. Er war unter dem Namen Talander Verfasser einer Menge zum Theil etwas schlüpfriger Romane, deren vollständige Aufzählung in Goedeke’s Grundr. II. S. 510 Nr. 317 zu finden.

Vgl. auch Schröder’s Schriftstellerlex. Jördens VI. 579–582. O. L. B. Wolff’s Encyklopädie I. 308.
Merzdorf.
Persönliche Werkzeuge