ADB:Castor

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Artikel „Castor“ in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 4 (1876), ab Seite 69, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Castor&oldid=944058 (Version vom 24. Dezember 2009, 02:14 Uhr UTC)
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Castor, der heilige, nach der Tradition der trierischen Kirche ein Schüler des hl. Maximinus, Bischofs von Trier in den Tagen des Kaisers Constantius und des großen Athanasius. Die Legende bezeichnet ihn als Presbyter und läßt ihn an der Untermosel das Christenthum predigen; er dürfte Chorbischof jener Gegend gewesen sein. Seine Gebeine bewahrte man in Carden (Caradona), einer römischen Niederlassung 5 Stunden oberhalb Coblenz, an der Mosel, bis Erzbischof Hetti von Trier sie 836 am Martinusfeste nach Coblenz versetzte; am darauffolgenden Tage weihte der Bischof die neue schöne Kirche auf den Namen des hl. C. ein; acht Tage später kam Kaiser Ludwig der Fromme mit seiner Familie; vermuthlich stand der Besuch in Verbindung mit der Deposition der Reliquien in der Castorkirche. (Man vgl. darüber den Bericht des Theganus zum J. 836; auch Hontheim, Prodr. hist. Trev. I, 437. Die Vita s. Castoris steht bei den Bollandisten Febr. II. 666. Dazu Brower, Annal. Trev. I. 236.)

Kraus.
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