ADB:Chlodio

aus Wikisource, der freien Quellensammlung

Wechseln zu: Navigation, Suche

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Chlodio“ in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 4 (1876), ab Seite 130, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Chlodio&oldid=434191 (Version vom 25. Dezember 2009, 05:27 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
Chlodwig II.
<<<Vorheriger
Chlodwig II.
Nächster>>>
Chmel, Adam
Band 4 (1876), ab Seite 130. (Quelle)
Autor [[{{{9}}}|{{{9}}} in Wikisource]]
Chlodio in der Wikipedia
Nach PND-Nummer Suchen
korrigiert
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal korrekturgelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.

Chlogio ist der erste unter den fränkischen Theilkönigen, bei denen die Ueberlieferung einen bestimmten Charakter annimmt; Prosper setzt seine Zeit auf 427 an. Sagenhaft ist seine Abstammung von Theudemer, dem Sohne des Richimer. Als Ort seiner Herrschaft wird Dispargum genannt, d. i. Distheim an der Demmer, nordwestlich von Tongern. Von seinen Kriegsthaten erwähnt Gregor von Tours die Eroberung von Cambray (angeblich 445), in deren Folge er ein römisches Heer unter Majorianus zu bekämpfen hatte. Von der Schlacht beim vicus Helena (jetzt Hedin-le-vieux an der Canche) weiß Sidonius Appolinaris ein lebhaftes Bild zu entwerfen. Trotzdem daß jener die Franken in dieser Schlacht durch Majorianus geschlagen werden läßt, bemächtigte sich Ch. des Landes bis zur Somme. Nach dem Tode des Königs erhob sich unter seinen Söhnen Streit, die Herrschaft ging über auf einen Blutsverwandten Chlogio’s, den Mervig. Mit Ch. begann die Eroberung Galliens, die nicht mehr auf der Wanderung beruhte, sondern von festen Wohnsitzen aus durch Könige geleitet ward. In seine Zeit fällt auch die Aufzeichnung der lex Salica.

Albrecht.
Persönliche Werkzeuge