ADB:Fink, Gottfried Wilhelm

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Artikel „Fink, Gottfried Wilhelm“ von Moritz Fürstenau in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 7 (1878), S. 17–18, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Fink,_Gottfried_Wilhelm&oldid=1775175 (Version vom 24. Juli 2014, 17:32 Uhr UTC)
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Fink: Gottfried Wilhelm F. (pseudonym Gustav Edinhard), musikalischer und theologischer Schriftsteller, auch Componist und Dichter, wurde geboren den 7. März 1783 in Stadt Sulza an der Ilm und erhielt schon frühzeitig [18] Musikunterricht durch den nicht unbekannten Cantor Greßler. Auch während seines Besuches der Stadtschule zu Naumburg setzte er seine Musikstudien fort. Mit der früh erwachenden Neigung zur Dichtkunst entwickelte sich die Liebe zur Composition, die durch seine Stellung als Präceptor in der Kirche und Chorpräfect noch befördert wurde. In Leipzig, wo er 1804-7 Theologie studirte, erschienen bei Hofmeister und Kühnel seine ersten Compositionen: Lieder, „Häußliche Andachten“, Volkslieder und dergl. für eine oder mehr Stimmen. 1808 schrieb er seine erste musikalische Abhandlung, „Ueber Tact, Tactarten und ihr Charakteristisches“, welche in der Allgemeinen musikalischen Zeitung abgedruckt wurde. Von 1811-16 fungirte F. als Vicar an der reformirten Kirche zu Leipzig, 1812 gründete er dort eine Erziehungsanstalt, der er als Director von 1813-27 vorstand. In diesem Jahre übernahm er die Redaction der Allgemeinen musikalischen Zeitung, welche er bis 1842 führte. 1841 ward er Privatdocent der Musikwissenschaft an der Leipziger Universität und starb auf einem Ausfluge in Halle am 27. August 1846. F. hat eine außerordentliche Thätigkeit als Schriftsteller entwickelt. Außer einer Menge Aufsätze und Recensionen, die er in den verschiedensten musikalischen, litterarischen und theologischen Zeitschriften veröffentlichte, sind insbesondere folgende Arbeiten von ihm zu erwähnen: „Musikalischer Hausschatz der Deutschen“, eine Sammlung von 1000 Liedern und Gesängen (1843, 8. Aufl. 1866), „Die deutsche Liedertafel“, eine Sammlung von 100 vierstimmigen Männergesängen (1846, neue Ausgabe 1863), „Musikalische Grammatik" (2. Aufl. 1839), „Wesen und Geschichte der Oper“ (1838), „Erste Wanderung der ältesten Tonkunst, als Vorgeschichte oder erste Periode derselben" (1841), „System der musikalischen Harmonielehre“ (1842), „Der neumusikalische Lehrjammer oder Beleuchtung der Schrift: die alte Musiklehre im Streit mit unserer Zeit", von Marx (1842). Außerdem gab er „Gedichte“ (1813), „Geschichte und Wesenheit der Religionen" (1843) und anderes heraus. Aus seinem Nachlaß erschien „Musikalische Compositionslehre“ (1847).

Fürstenau.