ADB:Friedrich V. (Markgraf von Brandenburg-Ansbach-Bayreuth)

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Artikel „Friedrich V. (Markgraf von Brandenburg-Ansbach-Bayreuth)“ in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 7 (1878), ab Seite 480, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Friedrich_V._(Markgraf_von_Brandenburg-Ansbach-Bayreuth)&oldid=438515 (Version vom 5. Dezember 2009, 13:47 Uhr UTC)
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Friedrich der Aeltere, Markgraf zu Ansbach und Bayreuth, geb. 2. Mai 1460, † 4. April 1536 in Ansbach. Zweiter Sohn des Kurfürsten Albrecht Achilles von Brandenburg, nach dessen Tode (11. März 1486) anfangs gemeinschaftlich mit seinem Bruder Sigismund, seit dessen Tode (25. Febr. 1495) alleiniger Herr der fränkischen Landschaften des Vaters brachte er es (wie bereits Bd. 4 S. 43[WS:korrigiert - im Original Bd. 2 S. 43] in der Biographie des Markgrafen Casimir ausführlicher erzählt ist) durch sein schlechtes Regiment, zumal als seine Reizbarkeit zu völliger Geisteszerrüttung sich steigerte, dahin, daß zwei seiner Söhne, Casimir und Johann am 25. März 1515 ihn gewaltsam zur Abdankung bestimmten und mit Zustimmung der übrigen Brüder und der Stände auf der Plassenburg unter der Aufsicht von Wächtern gefangen hielten. Möglich, daß des Markgrafen Casimir gegen zartere Gefühle abgestumpfte Natur, so lange er die Regentschaft führte, gegen den geisteskranken Vater, dessen Zustand zu Zeiten in Tobsucht überging, härter als es nöthig gewesen wäre, verfahren ist; aber auch der anerkannt milde und fromme Markgraf Georg, der nach Casimirs Tode (21. Septbr. 1527) die Regierung übernahm, änderte dies Verfahren nur darin, daß er den Wohnsitz des Vaters auf dessen Wunsch von der Plassenburg nach Ansbach verlegte. Hier in Ansbach ist F. 4. April 1536 gestorben.

Th. Hirsch.
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