ADB:Georg Friedrich (Markgraf von Brandenburg-Ansbach)

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Artikel „Georg Friedrich (Markgraf von Brandenburg-Ansbach)“ in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 8 (1878), ab Seite 629, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Georg_Friedrich_(Markgraf_von_Brandenburg-Ansbach)&oldid=672795 (Version vom 25. Dezember 2009, 00:47 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
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Georg Wilhelm (Kurfürst von Brandenburg)
Band 8 (1878), ab Seite 629. (Quelle)
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Georg Friedrich, Markgraf von Ansbach, geb. am 23. April 1678, † am 29. März 1708. Der zweite Sohn des Markgrafen Johann Friedrich, begleitete er seinen älteren seit dem 22. März 1687 unter Vormundschaft regierenden Bruder Christian Albrecht im Sommer 1692 auf einer Cavalierreise durch England, Holland und die spanischen Niderlande, worauf er in Cleve am kur-brandenburgischen Hofe sich aufhielt. Wenige Tage nach seines Bruders Tode (6. October 1692) übernahm er für mündig erklärt die Regierung von Ansbach, unterbrach jedoch seine Regententhätigkeit, indem er bald wie in den J. 1695 und 1697 als Volontair in der Reichsarmee an dem Kampfe gegen Frankreich theilnahm, theils Reisen nach Italien und Frankreich unternahm oder am Berliner Hofe lebte. Erst beim Ausbruch des spanischen Erbfolgekrieges widmete er sich ernstlich dem Kriegsdienst, ward als Generalfeldmarschall-Lieutenant in die kaiserliche Armee aufgenommen und zeichnete sich im Januar 1702 in Oberitalien bei der selbständigen Ausführung eines Angriffs auf die Festung Bersello aus, welche er zur Capitulation nöthigte, leitete, noch in demselben Jahre nach Deutschland zurückgekehrt, die Belagerung von Landau und commandirte im J. 1703 in dem Feldzuge gegen den Kurfürsten von Baiern, durch ein Reichsdekret zum General der Reichsarmee ernannt, den linken Flügel des fränkischen Corps, wurde aber, indem er an der Spitze von 800 Reitern in der Nähe von Regensburg einen Paß über die Vilß gegen 11 Escadrons Baiern muthig vertheidigte, von einer Musketenkugel getroffen, nach Kuttensee gebracht, wo er, noch nicht 25 Jahr alt, starb.

Th. Hirsch.
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