ADB:Georgi, Christian Siegmund

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Artikel „Georgi, Christian Siegmund“ in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 8 (1878), ab Seite 712, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Georgi,_Christian_Siegmund&oldid=492525 (Version vom 25. Dezember 2009, 18:05 Uhr UTC)
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Georgi: Christian Siegmund G., evangelischer Theologe, geboren im Juli 1702 zu Luckau in der Niederlausitz, wo sein Vater Oberamtsadvocat war, † am 6. September 1771. Er besuchte die Schule zuerst in Luckau, sodann von 1720 an in Zwickau und bezog 17:22 die Universität Wittenberg. Hier widmete er sich dem Studium der Theologie, der classischen und der morgenländischen Sprachen, wurde 1723 Magister der Philosophie, habilitirte sich1726 mit der Disseration: -.1)(s (I1181(1ue0S)srjsn1js. 1T8bbj11jsi11js est 19e1sjsmjs (1j0tjo11j Noyj 1s’os(1S1–js jmme1–jr0 8kti(3tjss„ wurde 1727 Adjunct der philosophischen Facultät, 1736 außerordentlicher Professor der Philologie, 174s ordentlicher Professor der Theologie, endlich 1748 Doctor der Theologie. G. hat sich besonders um die Kritik und Exegese des neuen Testaments verdient gemacht, ging aber zu weit in dem Bestreben, welchem vorzugsweise seine literarische Thätigkeit gewidmet war, nämlich die Sprache des neuen Testaments als völlig frei von dem Einflusse anderer Sprachen, besonders des Hebräischen und des Lateinischen, hinzustellen, womit er namentlich gegen die in entgegengesetzter Richtung zu weit gehenden Ansichten von Thom. Gatacker, Joh. Vorst und Joh. Olearius in Widerspruch trat. Schon in seiner oben erwähnten Habilitationsschrift verfocht er diesen Standpunkt, und eben darauf zielen ab die späteren Schriften: -.1)(- 1Jb1–:zjsi11js c1j0tj011i IL. s. j111111(si–it0 :1kkictis„ 1726–27. -1)9))U1’itL1te (irA9– Oo1–u111 Ts. ’1’. k011tiu111 .4tti(:A st 1.)01–isi11is„ B0eotisi11is :it–(1ue 110etisn1js a1i(z118“. 1731, namentlich aber -.k’j11(1jc:jsi–u111 F. Lk. 8b 1?.1;1–8jsi11js 1jbrj 3“–- 1732, welche Schriften viel Widerspruch hervorriefen, und ihn in eine literarische Fehde mit Joh. Crh. Kapp und Sigism. Friedr. Dresig verwickelten. Er trat diesen in den Streitschriften: „l)e 1.8tj11jsi11js (31–8eO:1e Is. k0e(161–js (1jcti011j j111111e1–jts0 8kii0tjs 1731- „.41)010Sjs (1jse1stmj011js (1e 18tj11jsmjs c-t(:.“ und „tz13010gi:1 c1is– 8e1stztjo11js c1S 18ctj11isi11js . . . sj11(1icx1tsr. 1732, entgegen, und führte denselben Gegenstand in dem 1733 erschienenen „llisi–Oc1–jtj0us F. `r. 8jEe (1S Stz–10 1L. kk. 1ibrj 3J woran sich in demselben Jahre „sirs L. Sjse 00nt1–0re1´sisi“u111 (1e l-8- tj11jsmjs F. ’l. 1jb1–j 8“ schloß, noch weiter aus. Von späteren Werken ist zu erwähnen eine Sammlung seiner über einzelne Stellen des neuen Testaments handelnden Disputationen und Programme unter dem Titel: „-41)1-su–8„tus 1z11j10– 10giOo–rllS01Ogj(:11S 8(1 1JrE111ge1j(:.:1- 1)0111i11j kestjsque (1jebus (1e(1i0:1te1 R’o1.1–4- 1745–57. Außerdem besorgte er 1736 eine sorgfältige Ausgabe des neuen Testaments mit Anmerkungen und 1737 eine gleiche mit der lateinischen Uebersetzung des .41–jas I1Ontanus. Er schrieb auch eine Anzahl Disputationen und Programme zur Kritik und Exegese des neuen Testaments, sowie dogmatischen Inhalts. Endlich kam noch 1775 aus seinem Nachlasse heraus: „-4t1111a1es Aca- (1emjs9 R’jtsbergensjs 1655–1755. usc1ue 8(1 Aunum 1772 c011tj11uatj E-tb 1–J. St. O11t–. 8ollr0e(1SrO“.

Vgl. Adelung. Meusel, Lex. Rathlef, Jetztleb. Gelehrte, s. 64. Moser, Beitrag zu einem Lexikon der jetztleb. Theologen, S. 221. Strodtmann, Bey- [713] träge zur Historie der Gelahrtheit, 17. 265. Desselben Neues gel. Europa, l. 273. Döring, Theologen Deutschlands im 18. und 19. Jahrh., 1. 489.

Redslob.
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