ADB:Gero (Erzbischof von Köln)

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Artikel „Gero (Erzbischof von Köln)“ in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 9 (1879), ab Seite 39, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Gero_(Erzbischof_von_K%C3%B6ln)&oldid=939878 (Version vom 25. Dezember 2009, 08:17 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
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Gero (Markgraf der Elbmark)
Band 9 (1879), ab Seite 39. (Quelle)
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Gero von Köln in der Wikipedia
PND-Nummer 136648711
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Gero: Erzbischof von Köln (969–976), stammte aus einem angesehenen sächsischen Grafengeschlecht. Sein Vater Christian[WS 1] war Graf im Schwabengau und Serimunt, seine Mutter Hidda[WS 2] eine Schwester des berühmten Markgrafen Gero, sein Bruder Markgraf Thietmar[WS 3] heirathete eine Tochter Herzog Hermanns von Sachsen. Nach dem Tode Erzbischof Folkmars[WS 4] (18. Juli 969) wurde er von Klerus und Volk zu Köln als dessen Nachfolger gewählt. Obwol er kaiserlicher Caplan war, soll Otto der Große ihm anfänglich aus Unzufriedenheit mit dem Markgrafen Thietmar die Bestätigung verweigert haben; wann diese erfolgte, ist unsicher. Otto hatte seine Nachgiebigkeit nicht zu bereuen und hat G. später besonders ausgezeichnet. Ende 971 schickte er ihn an der Spitze einer glänzenden Gesandtschaft nach Constantinopel um die Prinzessin Theophano abzuholen, welche April 972 in der römischen Peterskirche mit Otto II. vermählt wurde. Im September betheiligte sich G. an der Ingelheimer Synode, im folgenden Jahre erwies er seinem Kaiser im Magdeburger Dom die letzte Ehre. [40] Sonst liegen über ihn fast nur einige Nachrichten kirchlicher Natur vor. Er stiftete das Kloster Gladbach bei Neuß, worüber uns eine anmuthige Erzählung erhalten ist, sowie, gemeinsam mit seinem Bruder, das Kloster Dammersfeld im Harz (970). Er starb 976. Nach einer zuerst bei Thietmar von Merseburg begegnenden Erzählung wäre er scheintodt beerdigt worden.

Ennen, Gesch. der Stadt Köln I, 255. Köpke-Dümmler[WS 5], Kaiser Otto der Große 388 ff. Ueber die an seinen Tod anknüpfenden Sagen vgl. Pick’s[WS 6] Monatsschrift für rheinisch-westfälische Geschichtsforschung I, 77.
Cardauns.

Anmerkungen von Wikisource-Bearbeitern

  1. WS: Siehe Wikipedia: Christian († 950)
  2. WS: Hidda (ca. 900–970), starb während einer Pilgerfahrt in Jerusalem
  3. WS: Markgraf von Meißen u.a; Siehe Wikipedia: Thietmar I. († 978)
  4. WS: Ab 965 Erzbischof von Köln; Siehe Wikipedia: Folcmar († 969)
  5. WS: Historiker; Siehe Wikipedia: Dümmler, Ernst (1830–1902)
  6. WS: Pick, Richard (1840–1923), Historiker
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