ADB:Grieninger, August

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Wechseln zu: Navigation, Suche

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Grieninger, August“ von Georg Westermayer in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 9 (1879), S. 653, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Grieninger,_August&oldid=1707041 (Version vom 19. Mai 2013, 22:45 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Gribus, Bartholomäus
Band 9 (1879), S. 653. (Quelle)
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Kein Wikipedia-Artikel
(Stand Juni 2010, suchen)
GND-Nummer 120525283
DNB: Datensatz, Rohdaten, Werke
Online-ADB/NDB, weitere Angebote
korrigiert
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Linkvorlage für WP und WS  
* {{ADB|9|653|653|Grieninger, August|Georg Westermayer|ADB:Grieninger, August}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=120525283}}    

Grieninger: Augustin G., geistlicher Dichter, geb. zu Margreith in Südtirol um 1635, gest. zu Steindorf in Oberbaiern am 22. August 1692. Als Jüngling durch harte Geschicke weit von seiner Heimath verschlagen, studirte er seiner eigenen Angabe nach auf der Hochschule zu Olmütz und begab sich in der Folge nach Baiern, um daselbst (1663) in daß Chorherrnstift Rottenbuch bei Schongau einzutreten. Ob seiner früh erprobten Tüchtigkeit wurde er mehreren Klosterpfarreien als Seelsorger vorgesetzt; namentlich wirkte er längere Jahre zu Oberammergau, Oberigling und Steindorf. Im J. 1688, bereits im vorgerückten Alter stehend, ließ er seine erste dichterische Arbeit, ein „Poetisches Leben Jesu“ erscheinen, dem ein „Poetischer Weingarten", eine „Bittere und verzuckerte Gallen" und andere theils prosaische theils rhythmische Werklein folgten. Seine bedeutendste Leistung trägt den Titel: „Salomonischer Scepter, daß ist: Ueber Salomons Hofhaltung, Lebens-Lauff und denkwürdigen Sprüchen leicht verständig und nützlich Gemüths-erfrischende Poeterey“, Augspurg bey Joh. Jac. Schönig 1685. Als Anhang ist beigegeben ein „Salomonischer Zweiffels-Knopff, ob Salomo selig oder verdammt sey“. Das Büchlein, für jene Zeit in gewandten, frischen Versen geschrieben, wurde vom Autor dem Kurfürsten Max Emanuel von Bayern gewidmet. Außerdem gab G. mehrere Predigtsammlungen in lateinischer Sprache heraus von den „musikalischen Kirchensachen“,“ die er in einer Vorede erwähnt, ist dem Unterzeichneten Näheres nicht bekannt geworden. :Schriftenverzeichniß in Kobolt’s Nachträgen S. 116.

Gg. Westermayer.