ADB:Haunold, Christoph

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Artikel „Haunold, Christoph“ in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 11 (1880), ab Seite 70, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Haunold,_Christoph&oldid=553214 (Version vom 25. Dezember 2009, 08:02 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
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Haugwitz, Paul Graf von
Band 11 (1880), ab Seite 70. (Quelle)
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Haunold: Christoph H., geb. 1610 in Altenthan (bei Regensburg), † am 22. Juni 1689 in Ingolstadt, kam als Edelknabe an den kurfürstlichen Hof zu München und trat 1630 in den Jesuiten-Orden ein, zu dessen Zierden er gerechnet wurde. Nachdem er einige Zeit in Freiburg i. Br. die sog. Humaniora gelehrt hatte, kam er 1645 nach Ingolstadt, wo er zunächst als Studienpräfect am Convicte der Jesuiten wirkte und dort auch seit 1650 dasjenige vortrug, was die Jesuiten Philosophie nannten, dann aber 1653 als ordentlicher Professor der Theologie an die Universität überging und die Fächer der Controvers und der Moral-Theologie vertrat. Im J. 1666 zog er sich als Emeritus vom Lehramte zurück. Eine Anzahl seiner Schriften gehört der damals üblichen Literatur der Promotions Disputationen an („1)9 ortu St jntsrjtu 8.njms 1–8„tjO11a1js„ 1645; „VSken8jo pro j11ks.11ibj1jtats 6OO1esjs zu17. klsrm. 0o11rjng 1654; „1)e 11zrura (:011tre1-0tuUm 1656; „1)e (1isp0Sjtj0r1jbus 1uOrs„tjyjs„ 1657 u. dgl.); von geringerer Bedeutung ist auch seine „1.0gi(:8 pm-(Jtj(:z“ (sis8s), welche sich in dem üblichen Syncretismus der Jesuiten-Logik bewegt. Vom Standpunkte des Ordens aus mußten als seine hervorragenden Hauptwerke bezeichnet werden: „1118tjtucjo11um t11e010gj(3m–um 1jbri 1Rs (“1659, den jesuitischen Thomismus entwickelnd) und -„’1’11eo10gj-1S 8pe(zu18„tjy8.S 1jbrj 1s Summse 1). ’1I110mas r98po11– c1ent98“ (y1670, 2. Aufl. 1677s), sowie „0o11tro7er8jas (1e justjt.js. Se jure“ (4 ’1?0mi- 1671–72s ), wozu noch als 5. und 6. ’1’om. kam: „.1urjsiJr11(1entjs. ju(1jOjs„rjst“ (.1674s). Diese vereinigten sechs Bände gehören zu den ausführlichsten Darstellungen der thomistisch-jesuitischen Rechtsphilosophie, d. h. jenes Bruchtheiles der Moraltheologie, welcher seit Thomas aus der aristotelisch-arabischen Tradition eingefügt und in die Anschauungen des Papalsystems umgesetzt worden war.

Bz(:1se1–„ Bjb1j0tbßq11e (1es esOriyzj118 (1e 1a O0mps,gnje c1S .1SSus V’01. llp. 288.

Prantl.
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