ADB:Heinrich, Christoph Gottlob
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Heinrich: Christian Gottlieb H., Geschichtsschreiber, geboren zu Dahlen im heutigen Königreich Sachsen am 14. August 1748, hat in Leipzig seine 41* [644] Studien gemacht und dort seine Laufbahn begonnen, bis er im Januar 1782 als ordentlicher Professor der Geschichte nach Jena berufen wurde. In dieser Stellung hat er noch volle achtundzwanzig Jahre gewirkt. Als historischer Schriftsteller hat H. eine dem Umfange nach hinlänglich breite Thätigkeit entfaltet. Der Charakter seiner Schriften neigt zur mehr populären Behandlungsweise; sie zeichnen sich weder durch Schärfe der Forschung noch Kunst der Darstellung aus und haben heut zu Tage nur mehr eine litterarhistorische Bedeutung. Angefangen hat er (1780) mit einem „Handbuch der sächsischen Geschichte", daß ihm aber den Tadel seines Lehreris J. Böhme’s (s. d. Art,) zuzog, der sich in dies em Falle über eine zu weit gehende, stillschweigende Benutzung seiner Vorlesungen beklagen zu dürfen glaubte. Heinrich’s übrige, in Jena entstandenen Werke behandeln die „Geschichte des teutschen Reichs in 9, die „Geschichte Frankreichs in Z, die „Geschichte von England“ in 4 Bänden. Bekannt ist sein Conflict mit Schiller, weil sich dieser bei seinem Auftreten als Lehrer in Jena (1789s) als: Professor der „Geschichte“ einführte, während er nur als Professor der „Philosophie“ angestellt worden sei (Fielitz, Schiller und Lotte, Bd. II. S. 108, und Schiller an Körner den 10. November 1789), wofür ihm Schiller später mit den Xenien „1Ir0ks0r l–1jstOrj-11–um– ein Andenken stiftcte (Boas, Bd. II. S. 108). H. ist am 24. Mai 1810 gestorben.
- Vgl. Meusel S. 11. r. und l–l. (I. A. ls.j(:118t:1(1jj 0sus0u1u 0re1„t0riu„ 1s,SSjIII.