ADB:Heribert (Bischof von Utrecht)

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Artikel „Heribert (Bischof von Utrecht)“ in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 12 (1880), ab Seite 111, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Heribert_(Bischof_von_Utrecht)&oldid=938540 (Version vom 24. Dezember 2009, 14:50 Uhr UTC)
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Heribert oder Herbert, Bischof von Utrecht, aus geringem Stande zu Berum in den Gröninger Ommelanden geboren, ward 1138 Bischof. Ein von der hohen Würde seines Amtes durchdrungener, stolzer Kirchenfürst, dabei ein tüchtiger Krieger, dessen Blicke und Worte auch den Mächtigsten Schrecken einflößten; wie Beka sagt, brachte er nicht allein das aufrührerische Gröningen zur Ruhe, 1143, und besiegte den Grafen von Bentheim, der im Bunde mit dem Grafen Dietrich VI. von Holland (s. d.) in Drenthe einfiel, sondern zwang auch letzteren, der ihn in Utrecht eingeschlossen, durch Androhung des Bannes, um Friede und Versöhnung zu bitten. Unter seiner Regierung ereignete sich jener große Brand, der die Stadt Utrecht bis auf die St. Salvatorkirche einäscherte. In hoher Gunst bei Konrad III. erwarb er von demselben die Bestätigung des Privilegs, das Friesland dem Utrechter Stuhl schenkte. Fünf Jahre später starb H. 1150.

P. L. Müller.
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