ADB:Hohenlohe-Neuenstein-Kirchberg, Friedrich Wilhelm Prinz zu

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Artikel „Hohenlohe-Neuenstein-Kirchberg, Friedrich Wilhelm Prinz zu“ in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 12 (1880), ab Seite 684, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Hohenlohe-Neuenstein-Kirchberg,_Friedrich_Wilhelm_Prinz_zu&oldid=554184 (Version vom 24. Dezember 2009, 19:45 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
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Hohenlohe-Waldenburg-Schillingsfürst, Alexander Prinz zu
Band 12 (1880), ab Seite 684. (Quelle)
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Hohenlohe-Kirchberg: Friedrich Wilhelm Fürst v. H., österreichischer Feldze–ugmeister. Geboren zu Kirchberg den I3. December 1732 begann dieser ausgezeichnete Prinz seine kriegerische Laufbahn im InfanterieregimentAlt-Wolfenbüttel Nr. 29. Als Grenadierhauptmann zog er in den sieb-:njährigen Krieg und wurde bei Leutheu daß erstemal verwundet, daß zweitemal bei Landshut, wo er als Major drei Redouten erstürmte und sich daß Theresienkreuz erwarb. Seit 1773 GeneralmajOr machte er unter Laudon den baierischen Erbfolgekrieg und zehn Jahre später als Feldmarschall-Lieutenant den Türkenkrieg mit. Mit der Ernennung zum Feldzeugmeister 1789 erhielt H. auch daß Generalcommando in Siebenbürgen und lieferte in der Walachei daß siegreiche Treffen bei Peröenj (Vaydenj 7. und 8. October), wofür er mit dem Commandeurkreuze des Therefien- Ordens belohnt wurde. Vor Ausbruch der französischen Revolutionskriege wurde der Fürst nach Berlin entfendet, um über Plan und Maßregel für einen kommenden Feldzug zu berathen. .Er befehligte Anfangs das Armeecorps, welches [685] 1792 gegen Landau rückte, später wußte er bei Trier und Pellingen durch geschickte Manöver alle Absichten des ihm gegenüberstehenden überlegenen Feindes zu vereiteln und.rettete dadurch die niederrheinischen Kreise. H. empfing jetzt das Groß- kreuz des Theresien-Ordens. Hervorragenden Antheil hatte er an dem Siege von Famars (23. und 24. Mai). Die letzten Monate von 1793 bis zumMai1794 war er General-tQuartiermeister bei der Armee Coburgs und es ist sein Verdienst, daß die Franzosen bei :Uest1e 1es SSO (12. September) eine totale Niederlage erlitten. Seine letzte Waffenthat war die Einnahme Speiers (17. September), denn er mußte krankheitshalber das Heer verlassen. 1796 sollte er das Commando einer eigenen Armee übernehmen, ein hitziges Fieber aber raffte den Prinzen zu Prag den 10. August plötzlich hinweg. H. zeichnete sich durch einen offenen und biederen Charakter, durch große Kaltblütigkeit, ein ungewöhnlich scharfes Augenmaaß und Fertigkeit im Manövriren besonders aus; in seinen Dispositionen überließ er Nichts dem Zufalle.

Kestner, Thaten u. Charakterzüge berühmter österr. Feldh. Wien 1807. ’

von Janko.
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