ADB:Holleben, Heinrich von
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Holleben: Heinrich v. H., aus einer thüringischen Familie, geb. in Rudolstadt, trat als Secondelieutenant in daß Infanterieregiment Graf Tauenzien, wurde 1816 Commandeur des Schützenbataillons, 1839 Generalmajor und Brigadecommandeur, 18–si0 Inspectcur der Besatzungen in den Bundesfestungen, dann 1848 Comma11deur der 5. Division, führte 1849 die preußischen Truppen zur Unterdrückung des Aufstands nach dem Königreich Sachsen, war 1849 im badischen Feldzuge im Stabe des damaligen Prinzen von Preußen, wurde nach der Niederwerfung des Aufftaudes Gouvrrueur von Rastatt und trat dann zur fünften Division zurück. In demselben Jahre erhielt er den erbetenen Abschied mit dem Charakter als General der Infanttrie und starb am 11. Juni 18(5–x. – H. kann der Vater der Comvagniecolonne genannt werden, der Formation, in welcher in den Kriegen der Gegenwart geschlossene Infanterieabtheilungen in der Sphäre des feindlichen Gewehrfeuers allein bewegt werden können. Sie wurden zuerst von ihm im Gefecht bei Vitry le fran(;ais 1314 bei dem -Füsilierbataillon des Leibregimeuts angewandt; daß Excrcierreglemcut von 1844 weist ihnen schon die größte Bedeutung zu. Das epochemachende Werk des Gcuerals erschien auo11ym unter dem Titrl: „Militärische Betrachtungen aus den Erfahrungen eines preußischen Osficirrs. Mit 32 Figuren und Plänen", 1338. Durch diese Schrift hat sich der Verfasser ein großetz Vtrdit–uft um die Entwickelung der preußischen Jufantc–rictaktik erworben. Alle Fe1dzüge seit 1848 haben div Richtigkeit seiner Anschauungen in immer steigendem Maße bewährt.