ADB:Lauson, Johann Friedrich

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Artikel „Lauson, Johann Friedrich“ in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 18 (1883), ab Seite 71, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Lauson,_Johann_Friedrich&oldid=886215 (Version vom 25. Dezember 2009, 01:20 Uhr UTC)
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Lauson: Johann Friedrich L., war geboren zu Königsberg als Sohn des Regimentesquartiermeisters Friedrich L. am 15. Octbr. 1727. Er besuchte das (IO11Sgju1n 1s’1–je1e1–j(:j.S1.num- studirte von 1744 die Rechte, ward 1751 Lehrer an der Löbenicht’schen Schule, noch in demselben Jahre an der Kneiphöfischen Domschule, legte diese Stelle aber schon 1765 freiwillig nieder und lebte als Privatmann. Später machte er eine Reise nach Deutschland und ward nach seiner Rückkehr Zoll- und Plombage-Ei1mehmer in seiner Vaterstadt, wo er am 4. Octbr. 1783 starb. L. ist lyrischer Dichter, versuchte sich aber auch in einem Trauerspiel „Gafforio“. Seine Gedichte erschienen in zwei Bänden: „Erster Versuch in Gedichten“, 1750; zweiter 1756. Sie haben nichts Hervorragendes, zeigen vielmehr von einer sehr –mittclmäßigen Begabung des Dichters, welcher sich leicht ins Breite und lehrhafte Betrachtung verliert. Am meisten gerühmt ward „Die Laute“. Am besten sind die kleinen Sprüche und Epigramme. Er schrieb auch eine Lobrede auf Simon Dach zur Feier des hundertjährigen Todestages dieses Dichters 1759. Eins gewissen Rufes erfreute er sich als poetischer Improvisator und gab eine kleine Auswahl extemporirter Gedichte den beiden Bänden seiner Gesammtausgabe mit. Seine Bibliothek vermachte er seiner Vaterstadt, welche sie noch in ihrer Sammlung bewahrt. Am meisten Interesse hat L. durch seine freundschaftlichen Beziehungen zu seinen größeren Landsleuten, namentlich Hippel und Hamann.

Vgl. meinen Aufsatz in der Altpreußischen Monatsschrift Heft 1. S. 1–22.
Brenning.
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