ADB:Mayer, Ferdinand Engelbert

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Artikel „Mayer, Ferdinand Engelbert“ in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 21 (1885), ab Seite 93, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Mayer,_Ferdinand_Engelbert&oldid=560766 (Version vom 25. Dezember 2009, 19:04 Uhr UTC)
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Mayer: Ferdinand Engelbert (Gregor) M.,gelehrter Benedictiner, am 19. Januar 1754 zu Pulkau in Niederösterreich geboren, wurde bereits in zarter Jugend als Sängerknabe in Maria-Taferl verwendet, kam 12 Jahre alt in das Alumnat nach Melk und trat daselbst 1771 als Noviz in den Benedictinerorden. Nach Vollendung der philosophischen und theologischen Studien legte er am 24. Februar 1778 die feierlichen Ordensgelübde ab und erhielt statt des Taufnamens Ferdinand Engelbert den klosternamen Gregor. Den 23. August desselben Jahres wurde er zum Priester geweiht und 1779 nach Wien geschickt, um die orientalischen Sprachen zu studiren. Nach seiner Rückkehr wurde er 178O Repetent der Acfthetik und der griechischen Sprache für die Novizen, 1781 Professor der Philosophie an der damaligen öffentlichen Lehranstalt des Stiftes und Bibliothekar. 1786 kam er als Professor des neutestamentlichen Bibelstudiums an die Wiener Universität und laß zugleich über theologische Litterärgeschichte, bis 1791 auch über die orientalischen Sprachen. 1801 verlieh ihm die Universität ein Canonicat zu Linz. 1807 wurde er Domdechant daselbst, nach dem Tode des Bischofs Josef Gall Gtneralvicar– der Diöcese, 1812 Director der theologischen Studien und Mitglied des oberösterreichischen Ständeausschusses. Er starb am 25. November 1820. Werke: „Auslegung der christlichen Lehre, aus dem Französischen“. Wien 1782, 4 Theile; „Das Evangelium zergliedert [94] nach dem historischen Zusammenhange der 4 Evangelien. Mit erbaulichen Anmerkungen. Nach dem Französischen“. Wien 1783; „Geschichte und Schriften der Apostel, zergliedert, sammt erbaulichen Anmerkungen“. Wien 1785, 3 Bde. „Demea und Alciphron, eine Apologie fürs Frauenzimmer“, 1785; „8pe(:jmen miims.(1R-ersi011um ju grs.Ooum 1M1.tt118ei tO1(tum“„ Nürnberg 1786; „Oompen(1iun1 11jst. 1itt. t11eologise b’j11(10b. 1787; „Der Brief des Apostel Paulus an die Galater und zwei Briefe an die Thessalonicher, übersetzt und mit Anmerk.“, Wien 1788; „lnstirutio interpretis S8c1–j l’j11(1ob. 1789; „Authentie und Oeconomie der göttlichen Schriften des N. V.“ 1. Stück. Wien 1791 (die Fortsetzung hierzu und noch mehrere andere exegetische Arbeiten zu verschiedenen Schriften des N. B. werden handschriftlich in der Stiftsbibliothek von Melk aufbewahrt); „Beiträge zur Erklärung des Evangeliums Matthäi für Sprachkundige“, Wien 1818; „Beiträge zur richtigen Uebersetzung der syrischen Chronik des Barhebraeus, Leipzig 1819; Nachtrag zu diesen Beiträgen, Wien 1820; „Beitrüge zur Erklärung des Evangeliums Johannis für Sprachkundige“. Linz 1820.

Vgl. Wurzbach, Viogr. Lex. 18, 101ss. (mit Lit.); 8cript0res 01–ä. S. Beue(1.- qui kuerunt. 1750–1880 in in1per. 8.ust.–11ung. 288 8S. Werner, Gesch. d. kath. Theol. in Deutschl. 275. Pletz, Neue theol. Zeitschr. 1)( Jahrg. 2. Bd. (1836), 265.

Stanonik.
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