ADB:Meier, Heinrich

aus Wikisource, der freien Quellensammlung

Wechseln zu: Navigation, Suche

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Meier, Heinrich“ in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 21 (1885), ab Seite 198, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Meier,_Heinrich&oldid=465381 (Version vom 24. Dezember 2009, 00:16 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
Meier, Georg Friedrich
Band 21 (1885), ab Seite 198. (Quelle)
Autor [[{{{9}}}|{{{9}}} in Wikisource]]
Nach PND-Nummer Suchen
unkorrigiert
Dieser Text wurde noch nicht korrekturgelesen. Allgemeine Hinweise dazu findest du auf dieser Seite.

Meier: Heinrich M., geb. zu Bremen 1609, f ebda. 1676. Jurist und Staatsmann, wurde 1638 zum Rathsherru, 1654 zum Bürgermeister seiner Vaterstadt erwählt. Seine öffentliche Wirksamkeit fiel in eine der schwierigsten Perioden der Bremischen Geschichte, in welcher die von der Stadt behauptete und vom Kaiser wiederholt anerkannte Reichsunmittelbarkeit von dem letzten Erzbischof, Friedrich von Dänemark, und von dessen Rechtsnachfolgerin, der Krone Schweden, diplomatisch, publicistisch und endlich mit den Waffen in der Hand auf daß Ht-ftigste bestritten wurde. Die bedeutendste der in der publicistischen Fehde veröffentlichten Schriften, noch heute für das Studium der staatsrechtlichen Entwickelung Bremens werthvoll, hat M. ganz oder zum größten Theile verfaßt: es ist die „.4.88erti0 1ibert:ztis reipul)1. Br0menSjs d. i. der Kayserl. und des h. Röm. Reichs freyen Stadt Bremen Ehren- Freyheit und Standts Rettung. Zu bleibender Nachricht außgefertigt. Anno 1646“. Sie wurde aber erst 1651 (in 4“’ 1007 S. ohne Jahr) gedruckt. Wie weit M. an dem besonders 1654 und 1666 wieder aufgenommenen publicistischen Streite mit Schweden bt–theiligt gewesen ist, läßt sich nicht mehr feststellen. Bestimmt aber wird ihm die Autorschaft der zweiten in Merian’s ’1’01-og1–8.p11is. 882c011i:1e jnker. (sisO) S. 51–70 abgedruckten Beschreibung der Stadt Bremen zugeschrieben. Außerdem hat er handschriftlich zwei Diarien hinterlassen, eines welches neben Familietmachrichten die wichtigsten öffentlichen Angelegenheiten von der Zeit seines Eintritts in den Rath bis nahe vor seinem Tod bespricht und von seinen Söhnen bis 1684 fortgeführt ist (Original im Bremischen Staatsarchiv:) und ein anderes (sebda. in der Originalhandschrift erhalten), welches Meier’s Sendung an die Generalstaaten (April bis September 1654s) in Tagebuchform schildert. Von seiner sonstigen diplomatischen Thätigkeit ist vornehmlich seine Theilnahme an den Verhandlungen zu erwähnen, welche unter der von M. im Haag glücklich erwirkten Mediation der Generalstaaten am 28. Nov. 1654 zu dem Stader Vergleiche zwischen Schweden und Bremen führten. In den letzten zwanzig Jahren seines Lebens trat M. bei der Leitung der auswärtigen Angelegenheiten seiner Vaterstadt gegen den bedeutendsten Bremischen Staatsmann jener Zeit, den Syndicus Johann Wachmann jun. mehr zurück. von

Bippen.
Persönliche Werkzeuge