ADB:Merck, Johann Konrad

aus Wikisource, der freien Quellensammlung

Wechseln zu: Navigation, Suche

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Merck, Johann Konrad“ in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 21 (1885), ab Seite 399, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Merck,_Johann_Konrad&oldid=560926 (Version vom 24. Dezember 2009, 08:26 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
Merck, Ernst Freiherr von
Band 21 (1885), ab Seite 399. (Quelle)
Autor [[{{{9}}}|{{{9}}} in Wikisource]]
Nach PND-Nummer Suchen
unkorrigiert
Dieser Text wurde noch nicht korrekturgelesen. Allgemeine Hinweise dazu findest du auf dieser Seite.

Merck: Johann Ko nrad M. (MerckiusZ, MerckhiuS), Schulmann, am Z. Juli 1583 in Ulm geboren, ftudirte zu Tübingen und Straßburg, war seit 160O Lehrer, seit 1628 Rector des UCmer Gymnasiums und starb am Juli 1659. Abgesehen von Schulbüchern ?ür deu lateinischen und griechischen Unterricht, hat er sich hauptsächlich um daß Schuldrama in Ulm verdient gemacht. Schon im August 1611 ließ er, in Gemeinschaft oder im Einverständniß mit dem Rector Hebe11ftrcit eine »Judith« durch seine Schüler aufführen. Daran schloß sich, jede?-mal im August, 1615 der lateinische »lzee1« de?- Sixt Birck, 1616 die ,,Rebecea« des Nicodemus5 Frischlin, 1617 die »0o11ti21gr8tjo S0C1O111:te«« von AndrcaS Sauriu–S. Bei diesen drei Gelegenheiten gab M., wie e in Straßburg bei den Aufführungen dez AkademietheaterS üblich war, dem Publicum deutsche Tt-xtbücher in die Hand, damit eS der lateinischen Action folgen konnte. Er verfaßt-: die Tc–xtbücher selbst und bediente sich dabei, um von dem biSher Ge- bräuchlichen nicht abzuweichen, der Reimpaare dez 16. Jahrhunderts, obgleich sie ihm sehr wenig gelangen und obgleich er, wie es scheint, lieber dem Beispiele der englischen Comödianten und ihrer Profarede gefolgt wäre. Späterhin, 1t’341, hat er den »I1o)–S(z8« dee?- Kaspar Vrülow nicht bloß ,,in teutsche unge- bm1dene Rede" gebracht, sondern auch deutsch aufführen lassen. Ob ein 1650 zum Friedcntzfeft ebenfalls? in deutscher Sprache auigeführteS Stück Märtyrer- und Kirchengeschichte- (»lsJ0c1SSjuo (?11riStj.st11e1(s 3«Ot91«j8 8te1tuS Sub (J:11«O- 1)j0O10tjm10. I1:11j111j11j:1110- 081e1·j0. (’o11St:111tino» Il:-1.:e11tio et cJ011Stu11tjnO«) von ihm selbst verfaßt war, weiß ich nicht zu sagen. Jm 1641 wie im J. 1t350 hatte Jost-Ph Furte11bach der Aelte1«e die Bühne herzurichten und erstattet über die baulichen Veränderungen, die cr mit der Scheune vornahm, welche man ihm zu diesem Zwecke überlassen hatte, über Scene, Decorationen und Zuschauerraum, sowie über die einzelnen technischen Behelfe, durch die er den Würgengel in EgyPten flott machte oder deu feurigen Dornbusch herstellte, oder im zweiten Stück den Engel erscheinen ließ, welcher dem Theophilu4S die Früchte auS dem Garten der Mürtyrerin Dorothea präsentirte, i11seinem »Mannhaften Kunst-Spiegel" (Aug8burg 1663) S. 112 ff. (126, 1819) einen anschaulichen, durch Kupfer- tafeln erläuterten Bericht. A. Weyerma1m, Nachrichten von Gelehrten, Künstlern und anderen merk- würdigen Personen au53 Ulm (zUlm 1798), S. 391. Auf Furtenbach verwiez .l.)1·. Volte.

Scherer.
Persönliche Werkzeuge