ADB:Mylius, Gottlieb Friedrich

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Artikel „Mylius, Gottlieb Friedrich“ in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 23 (1886), ab Seite 143, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Mylius,_Gottlieb_Friedrich&oldid=489910 (Version vom 25. Dezember 2009, 01:34 Uhr UTC)
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Mylius: Gottlieb Friedrich M., kurfürstlich sächsischer Secretär und Oberschöppenschreiber in Leipzig, geb. am 7. April 1675 zu Halle a. S., † am 6. August 1726 (in Leipzig?), machte sich durch einige mineralogisch-paläontologische Publicationen bekannt. Hierher gehören: „Memorabilium Saxoniae subterraneae“, 2 Theile 1709 und 1718, dann „Museum seu catalogus rerum naturalium et fossilium tam exoticarum quam domesticarum“, Lips. 1716. Letztere Schrift ist nur ein Verzeichniß von Mineralien, Steinen, Versteinerungen und einigen Curiositäten seiner großen Sammlung (ohne Beschreibung) in mehr als 5000 Exemplaren, welche M. zum Verkaufe stellte, während derselbe im ersteren Werke „des unterirdischen Sachsens seltsame Wunder der Natur“ beschreibt und in vielen Bildern zur Darstellung bringt. Bemerkenswerth sind darunter besonders die Fischreste aus dem Kupferschiefer aus dem Eislebenschen mit Angabe der aufeinander folgenden Gebirgsschichten, dann die Pflanzenreste des Manebacher Kohlengebirgs mit Anthracosien und die Muschelkalkversteinerungen aus dem Suhlischen. Auch Dendriten werden abgebildet und als Bäumchen bezeichnet, obwol der Verfasser auf die Aehnlichkeit mit den Eisblumen an den Fenstern hinweist. Bezüglich der Perlen der Flußmuscheln äußert er die Ansicht, daß dieselben Eier der Muschelthiere seien.

Poggendorff, Biogr. Lex. II, 50.
v. Gümbel.
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