ADB:Philomathes, Wenzeslaus

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Artikel „Philomathes, Wenzeslaus“ in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 26 (1888), ab Seite 89, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Philomathes,_Wenzeslaus&oldid=681821 (Version vom 24. Dezember 2009, 19:16 Uhr UTC)
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Pllilomathes: Wenzeslaus P. lebte zu Ende des 15. und im Anfang des 16. Jahrhunderts. Er stammte aus Neuhaus ((1e nom (1omo) in Böhmen. Bekannt ist von ihm eine Abhandlung in vier Büchern, welche die Gtundlehren über den Gregorianischen Choral und die Menfuralmusik in Hexametern darlegt. Die königl. Bibliothek in Berlin besitzt drei Ausgaben dieses Buches: 1) „7encesi8i l’lli1omzt11is (1e nom. (10m0 1llusic:0rum 1ibrj (1uo.ttuor“. 22 Blätter in kl. 4o. Am Schluß: 1mp1sesum Vjen118S l)-21111o11j-1S per Jo:1nuem Singre– njum. Anno 1523. Die Dedication des Autors: .1oz1111i 08p1ieeusi- 13)Oc1o– Sistjoo mO(1Or-Uorj in nom (i10mo c1jg11isim0- c10mjt1o H0 putrj 8uo ist datirt vom 1. August 1512. Wenzeslaus bemerkt darin, daß er dieses Buch neulich auf der Wiener Universität herausgegeben habe, und das sehr gelehrte Männer dasselbe approbirt hätten. 2) „7811eesi8i1s’bi1on1cttbis (1S nom c10n10 mi18joo1–um libri qusttuo1 0o1npenäj0S0 Om“1ni118 e1u(7ub1–utj“. 131cousum .4rgsnti11as„ in 8e(1ibus .rt00bi .JuOun(1j- Anno 1543. 44 Blätter in kl. 80. 3) „Wenoesi9.i ?11jl0mstjs C18 11oy8 (1omO 1j1ze1– musioOrum c1us.1tus (1e reginlins ut1–jusqus cE111– tus er 1110(1o 0a11t:-m(1j“. Ohne Ort und Jahr. 12 Bl. kl. 80. Ein abgedruckter Bericht: O11rjstop11o1–us k1eg0n(101–känus 1,jpsjcus 0eorgio R11Ms 1JkkeitllenSj es.nt0rj I.)–ps:1rum ist datirt: I.zsvSiue Anno 1518. 1VlellSe t1ugust0. „l)8 regj– mine 08ntus bildet in dm übrigen Ausgaben nicht das vierte, sondern das dritte Buch. FStis erwähnt in seiner Bi0g1–ap11je ulliye1´sene (1es 1lllusic:isi1S- 2. Aufl. V’1l, S. 40 noch folgende Ausgaben: die erste: Wien 1512, 80, eine andere: Straßburg 1583, 8“ und: Wittenberg 1534, 80. Das erste Buch hat sechs Capitel: 1)0 700jbus 1)e 013,yjbus, De n9.turz t1–j1un c-111tuun1„ 1)S toojs Ve 8o1ka, Ve 111o(1is. Daß zweite Buch zählt zehn Capitel: DS kiguris 110te1rum Simp1jOjbus 1)e 1jgaturis uoturun1- 1)S psusis DS pun0tis 1)8 trjl)us n1usicue g1–8.(1ibus, 1)e Sjg11is Ve tAetu, Oe 11otaru1n i11112S1–keotio11S- 1)e (1up1j– 0-1tjOne- 1)e 1zropo1–tj0nibus. Das dritte Buch behandelt in drei Capiteln: l)e 1sgimins p1smj cemtus, 1)e regi1vi11S tigurAtjyj 0mitus Ve 1no(1o es men(1j die Kunst des Dirigierens. Das vierte Buch weist folgende Ueberschriften auf: 1)e 0O11(:orc1z1-11tibus 1TSgu18s riti0rum. Qui 0811tus c.1uettuo1 vocum Sit. 0ptjmus 1)S i’0rn1js y00um Sim c1O„usu1is 611a1jbus. In 1;1weim m:111(1uet–j0’ V0 11Ote1rum reso1utjo11e’ 1)e tuga1–um to1–111zt.i011e. 1)e n0tArum (:0torjbus 1)8 v00um p1urs– 1itszte, 1)e usus acc1njsjti0118. Martin Agricola gab zum ersten Bande einen Commentar heraus: 8(:llo1is. in n1usjesm 1zrmsm Wencesis ti (1e nova (1omo e: yo.rijs musi(:o1–um Scri1ztis pro I18ge1eburgensjs S(3h01e18 t)–r011jbus collecte. Wjttsmbet–g 1540 (vgl. Fstitz a. a. O. 1, S. 32.).

Wilh. Bäumker.
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