ADB:Pröhle, Heinrich Andreas

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Artikel „Pröhle, Heinrich Andreas“ in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 26 (1888), ab Seite 631, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Pr%C3%B6hle,_Heinrich_Andreas&oldid=595571 (Version vom 25. Dezember 2009, 05:27 Uhr UTC)
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Pröhle: Heinrich Andreas P. wurde am 3. Februar 1797 zu Gunsleben bei Groß-Oschersleben in der Provinz Sachsen geboren, wo sein Vater Cantor und Schullehrer war. Er besuchte daß Domgymnasium in Halberstadt, verließ dasselbe aber 1815, um mit den Halberstädtischen freiwilligen Jägern nach Frankreich zu ziehen. Sein damals gt-dichtetes Kriegslied: „Wem ruft des Homes Eisentou?“ wurde von den Jägern täglich während des Marsches gesungen. P. hatte die Freude, mit den Siegern in Paris einziehen zu dürfen. Aus das Gymnasium zurückgekehrt, machte er bald sein Abiturientenexamen und bezog 1816 die Universität Halle, um Theologie zu studiren. Im J. 1819 wurde er Prediger in Molmerswende (dem Geburtsorte G. A. Bürger’s), 1821 in Satuelle bei Neuhaldensleben, 1828 zu Rocklum, einer preußischen Enclave im Braunschweigischen, und 18:35 zu Hornhausen bei Oschersleben, wo er 40 Jahre lang als treuer Seelsorger seiner Gemeinde, als gläubiger und streng conservativer Prediger wirkte. Viele seiner Predigten sind einzeln gedruckt. Im Jahre 18(S9 feierte er unter allseitiger Betheiligung sein 50jähriges Amtsjubiläum und starb unerwartet am 19. April 1875. P. war auf theologischem Gebiete ein nicht unbedeutender Schriftsteller. Hervorzuheben sind seine Schriften „Die körperliche, christliche und bürgerliche Schulerziehung. Nebst einer erläuteruden Beilage: Reden bei öffentlichen Kindergottesdiensten“ (1846); „Predigt- Entwürfe über die Evangelien und Cpisteln des ganzen Kirchenjahtes etc. (1856); „Kirchliche Sitten“ (-1858), wofür ihm die Universität Halle das Diplom eines Dr. t11S01. verehrte, und „Andreas Proles, Vicar der Augustiner“ (1867). Eine Sammlung seiner religiösen und patriotischen Gedichte erschien unter dem Titel „Schwert und Altar“ (1859).

J. B. Heindl, Galerie berühmter Pädagogen etc. (1859), I. S.159. – Mittlleilungen aus der Familie.
Fr. Brümmer.
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