ADB:Schütze, Sebastian

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Artikel „Schütze, Sebastian“ in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 34 (1892), ab Seite 770, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Sch%C3%BCtze,_Sebastian&oldid=886717 (Version vom 24. Dezember 2009, 03:36 Uhr UTC)
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Schütze**): Sebastian S., sächsischer Geistlicher, Verfasser eines vielgebrauchten Katechiä-muß, wurde im J.1697 in Chemnitz als Sohn eines Kaufmanns geboren, besuchte das Gymnasium seiner Vaterstadt und studirte in Wittenberg, wo er sich 1717 die Magisterwürde erwarb. 1724 wurde er Anftaltsgeistlicher in Waldheim, drei Jahre später Pastor in Mühlberg (Provinz Sachsens). 1735 wurde ihm daß Pfarramt zu Oederan übertragen, daß er bis zu seinem Tode im J. 1763 bekleidete. Den Einfluß des Pietismus verräth seine „Ordnung des Heils, nach denen fünf Hauptstücken des Catechismi Luthe1i“ (Leipzig 1745, 1754). In 52 für die einzelnen Wochen des Jahres bestimmten Katechesen behandelt Verfasser den Lehrstoff, gibt nach dem Vorbilde J. Chr. Weidner’s und P. Petersen’s dem Lehrer in Anmerkungen eingehende Anweisungen bezüglich der Behandlung und fügt namentlich für die schwierigen Begriffe Beispiele aus dem Leben bei. Auch veröffentlichte er im Anschlusse an eine früher erschienene ähnliche Schrift „Einige summarische Fragen der Heilsordnung“ zum Gebrauche der Schüler. A. H. Kreyßig, Album d. evang.-luth. Geistlichen im Königreiche Sachsen. S. 527, 377. Dresden 1888. – G. v. Zezschwitz, System der kirchl. Katechetik. II. Bd., II. Abth., II. Hälfte, S. 89. Leipzig 1872.

Georg Müller.
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