ADB:Stapfer, Wilhelm
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Stapfer: Wilhelm St., Organist in Solothurn, vorübergehend auch in Zug, † am 6. Januar 1616, ist Verfasser eines langen und öden Spieles: „Tragoedia von Erfindung deß Hailigen Fron-Creutzes, Wie auch deßen Erhöhung vß gutten alten Histori vud geschichtschreibern oo11jgjrt zusammen gezogen; . . . vß dem Lateinischen in daß Teutsch R11z–t11mogrzp11j0e gestellt. Nachmals, durch ein Hochehrend vnd fromme Bürgerschafft daselbsten (in Zug) deß 1598. Jahrs den 14. 00tob1–js persgjsrt vnd gespielt worden.“ (Handschrift in der Kantonsbibliothek Aargau, 1614 datirt.) In 2 Theilen und 16 in verschiedene Scenen zerfallenden Acten wird die ganze Legende von Adam und Seth bis Heracleus behandelt, ohne jede individuelle Ausführung, selbst in Teufels und Henkerscenen [457] nur die traditionellen Derbheiten bietend. Es ist im wesentlichen nur eine bedeutende Erweiterung eines älteren „Heilig-Kreuz Spieles“.
- Bächtold, Geschichte der deutschen Litteratur in der Schweiz S. 386–388. Anm. 109. – Das ältere Spiel bei Keller, Fastnachtspiele, Nachlese Nr. 125. – Ueber die Legende s. Schröder, 70m klo1ts (1S8 11Sj1igs11 oru2S8- Einleitung S. 1. – Nestle, De 88.n0tz 0ru(ze. Berlin 1889. – Keller a. a. O. S. 122.