Ab Kopenhagen
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| Autor: |
Joachim Ringelnatz |
| Titel: |
Ab Kopenhagen |
| Untertitel: |
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| aus: |
Reisebriefe eines Artisten, S. 37 |
| Herausgeber: |
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| Auflage: |
5.–9. Tausend |
| Entstehungsdatum: |
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| Erscheinungsdatum: |
1928 (EA 1927) |
| Verlag: |
Ernst Rowohlt |
| Drucker: |
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| Erscheinungsort: |
Berlin |
| Übersetzer: |
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| Originaltitel: |
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| Originalsubtitel: |
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| Originalherkunft: |
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| Quelle: |
Scans auf Commons |
| Kurzbeschreibung: |
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Artikel in der Wikipedia
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AB KOPENHAGEN
Kein Kaviar, kein’ Kokosnuß,
Kein Obst noch Weinbergschnecken –
Am Tage, da ich reisen muß,
Da will mir nichts mehr schmecken.
5
Lebe wohl, du schönes Kopenhagen!
Wie ist das schlimm: Entbehrlich sein.
Was kümmert dich im Grunde mein
Schweres Herz und mein leerer Magen.
Der mein Gepäck zur Bahn gebracht,
10
Der Mann kennt keine Tränen.
Im Gegenteil: er grüßt und lacht
Vergnügt. So sind die Dänen.
Wie stets nach dreißig Tagen
Bricht eine neue Welt entzwei.
15
Mich hat ein Mädchen hier umgarnt,
Ein Wunderweib! – Vorbei! vorbei!
Nun sitz ich still im Wagen.
Jedoch ich will nicht klagen.
Vor Taschendieben wird gewarnt.
20
Lebe wohl du schönes Kopenhagen.
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