Abend (Haller)
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Abend
Rosig leuchtend, tief befriedend
Tritt der Abend zu der Welt;
Holder Jüngling, der der müden
Sanft den Schlummerbecher hält.
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Seufzend streckt sie noch die Glieder,Und das Auge stürzt ihr zu.
Abend, Gast aus Himmelsauen,
Wie erbarmend mild bist du!
Bringst Erlösung dem Gebundnen,
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Und Erfüllung dem, der glaubt;Legst auch mir der heil’gen Hände
Frommen Segen auf das Haupt.
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