Der. xi. Psalm. Saluum me fac.
Ach got vom hymel syhe dareyn /
vnd laß dich das erbarmen.
Wie wenig sind der heyligen dein /
verlassen synd wir armen /
5
Dein wort man lest nit haben war /
der glaub ist auch verloschen gar.
Bey allen menschen kyndern
Sie leren eyttel falsche lyst /
was eygen witz erfyndet.
10
Ir hertz nicht eines sinnes ist /
yn Gottis wort gegrundet.
Der welet dys der ander das /
sye trennen vns on alle mas.
Vnd gleyssen schon von aussen.
15
Gott wolt außrotten alle lar /
die falschen scheinn vnns leren.
Da zu yhr zung stoltz offenbar /
spricht trotz wer wils vnns weren?
Wir haben recht vnd macht allein /
20
was wir setzen das gylt gmeyn.
wer ist der vns solt meystern?
Darumb spricht Gott ich muß auff seyn /
die armen [25] seint verstöret.
Ihr sufftzen dringt zu mir ereyn /
25
ich hab yhr klag erhöret.
Mein heylsam wort soll auff den plan /
getrost vnd frisch sie greyffen an.
vnd seyn die krafft der armen.
Das sylber durchs fewr sybenmall /
30
bewert / wird lautter funden.
Im Gottis wort man warten sall /
des gleichen alle stunden.
Es wil durchs Creutz beweret seyn /
da wirt seyn krafft erkant / vnd scheyn.
35
vnd leucht starck ynn die lande.
Das wolstu Got bewaren reyn /
fur dysem argem gschlechte.
Vnnd laß vns dir befolhen seyn /
das lychs ynn vns nicht flechte.
40
Der gotloß hauff sich vmbher syndt /
wo dyse loße leutte seynt.
yn deinem volck erhaben.
Eer sey Gott vatter alle zeyt /
auch Christ dein eyngeboren.
45
Vnd dem tröster heylgen geist /
gar hoch yn hymel erkoren.
Wie es ym anfang vnd auch ytzt /
gewesen yst vnd bleibet stetz.
yn der wellt der welt Amen.