Agatha, an der Bahre des Pathen

aus Wikisource, der freien Quellensammlung

Wechseln zu: Navigation, Suche
« Die glückliche Frau J. P. Hebels sämmtliche Werke, Bd. 2 Das Gewitter »
Textdaten
Autor: Johann Peter Hebel
Titel: Agatha, an der Bahre des Pathen
Untertitel:
aus: J. P. Hebels sämmtliche Werke, Bd. 2, S. 62-64
Herausgeber:
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1834
Verlag: Chr. Fr. Müller
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Karlsruhe
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Digitalisate
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo.png Artikel in der Wikipedia
Bild
[[Bild:|250px]]
Bild
{{{EXTERNESBILD}}}
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
[[index:|Link zur Indexseite]]

[62] Agatha,

an der Bahre des Pathen.


Chumm Agethli, und förcht der nit,
i merk scho, was de sage witt. *)[1]
Chumm, b’schau di Götti no ne mol,
und brieg nit so, es isch em wohl.

5
     Er lit so still und fründli do,

me meint, er los, und hör mi no,
er lächlet frei, o Jesis Gott,
as wenn er näumis sage wott.

     [63] Er het e schweri Chranket gha.

10
Er seit: „Es griift mi nümmen a!

„der Tod het iez mi Wunsch erfüllt
„und het mi hitzig Fieber gstillt.“

     Er hat au menge Chummer gha.
Er seit: „Es ficht mi nümmen a,

15
„und wienes goht, und was es git,

„im Chilchhof niede höris nit.“

     Er het e böse Nochber gha.
Er seit: „I denk em nümme dra,
„und was em fehlt, das tröst en Gott

20
„und gebem au e sanfte Tod.“


     Er het au sini Fehler gha.
’s macht nüt! Mer denke nümme dra.
Er seit: „I bi iez frei dervo,
’s isch nie us bösem Herze cho.“

25
     Er schloft, und luegt di nümmen a,

und het so gern si Gotte gha.
[64] Er seit: „Wills Gott, mer werde scho *)[2]
„im Himmel wieder z’semme cho!“

     Gang, Agethli, und denk mer dra!

30
De hesch e brave Götti g’ha.

Gang, Agethli, und halt di wohl!
Di Stündli schlacht der au ne mol. **)[3]



  1. Im alsatischen Taschenbuch von 1807, wo
    dieses Gedicht zum erstenmal erschien, heißt es:
    *) i merk wohl an der, was de witt.
  2. Im alsatischen Taschenbuch von 1807:
    *) er seit: s’macht nüt, mer werde scho,
  3. Ebendaselbst:
    **) Gang, Agethli, mer’s nit,
    und wies der goht, verzag mer nit.
    Gang, Agethli, und halti wohl,
    Die Glöckli lütet au ne mol.

Digitalisate

D1:
Persönliche Werkzeuge