Aus den Tagen der Zensur in Preußen

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Autor: E. K.
Titel: Aus den Tagen der Censur in Preußen
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 4, S. 72
Herausgeber: Adolf Kröner
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1885
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans auf Commons
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[72] Aus den Tagen der Censur in Preußen. Zur Zeit der Censur wurde dem Berliner Romanschriftsteller Heinrich Smid der Anfang einer Novelle vom Censor gestrichen, weil in derselben ein umgeworfener Postwagen am Leipziger Thore in Berlin vorkam, denn, rechtfertigte der Censor seine Handlungsweise –, erstens erzeuge dergleichen Erdichtung ein Mißvergnügen gegen des Herrn General-Postmeister Nagler’s Excellenz und zweitens werde zwar Nacht, Nebel, Sturm und Unwetter als Grund angeführt, allein es errege dergleichen doch immer eine Unzufriedenheit mit dem Dienste der Postillone, die unter allen Umständen gut fahren müssen, und es thue drittens auch der Staatskasse Abbruch, wenn man dem reisenden Publikum das Gefühl der Unsicherheit der Reisen mit der königlich preußischen Post beibringe.

E. K.
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