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Unbekannt |
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FrIDerICVs I. ReX BoheMIae & RhenI: [...]/ Böhmischer Sommer: und WinterKönig/ welcher zwar von etlichen nur WintersZeit uber König zu seyn/ außgeschrieben/ so sich aber nunmehr durch Gottes Allmacht im Werck weit anderst befindet |
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| Erscheinungsdatum: |
1620 |
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| Erscheinungsort: |
ohne Ortsangabe |
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| Originaltitel: |
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| Originalsubtitel: |
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| Originalherkunft: |
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| Quelle: |
Digitalisat der Staatsbibliothek zu Berlin, geführt bei VD 17 |
| Kurzbeschreibung: |
Verteidigungschrift für Friedrich V. von der Pfalz |
| Kupferstich mit einem Brustbild des Königs in einer Nische, links u. rechts zwei Gestalten: Evangelium u. Geidion; oben die Gestalten des Glaubens u. der Gerechtigkeit, in der Mitte Engel; unten Schlachtbild mit 2 Löwen; VD17: 1:091841T |
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FrIDerICVs I. ReX BoheMIæ & RhenI:
Von Gottes Gnaden / New: vnd alter erwehlter / gekrönter vnd gesalbter / auch angefangener vnd (Gott Lob) vber das Jahr bestendig:
wehrender / Böhmischer Sommer: vnd Winter König / welcher zwar von etlichen nur Winters Zeit vber König zu seyn /
außgeschriehen / so sich aber nunmehr durch GOTTES Allmacht im Werck weit anderst befindet.

Daß Gott regier der König Hertz /
Leyt sie / werff sie auch hinderwerts:
Daß er sie führ vnd gubernier /
Hastu ein schön Exempel hier.
Demnach der thewre werthe Fürst /
Chur Pfaltzgraff Friderich / welchen dürft
Nach Gotts Forcht vnd Gerechtigkeit /
Wie jede Figur oben deut:
Zu einem König / wunderbar
In Böhmen elegiret war:
Darauff gesalbet vnd gekrönt /
Wie wol ihr viel solch Werck verhönt.
Da hat er nach grossem verlangn
Viel frommer Hertzen / angefangn
Solch Königreich recht zu regiern /
Wie man dann thut Gotts Allmacht spürn
Erstlich / sihstu diß Königs Bild /
Mit zwo Tugenden schön vnd mild.
Nemlich / Glaub vnd Gerechtigkeit
In ihm tieff eingewurtzelt leit.
Drey Kindlein stehen in der mitt
Die deutten an Gnad / Frewd vnd Fried
Mit ihren Blumn vnd Rößlein baldt /
Wann sich geendt der Winter kalt:
Wie dann dieser Krantz lobesan
Winter vnd Sommer deutet an:
Drein dieser König ordiniert /
Oben mit einer Cron geziert.
Auff einer Seit steht Gideon /
Recht als ein Heldt mit Tugendt schon /
Der zeiget an / ohn allen Schertz /
Ein Heldn Muth vnd Heroisch Hertz.
Das heilig Evangelium
Steht auff der andern seit: darumb /
Weil er solchs liebt vnd ehret recht /
So ist es nicht ein Tugendt schlecht.
Wie solchs bezeugt in einer Summ
Diß tewren Königs Symbolum.
Welchs also heist noch immer fort:
Regier HErr mich nach deinem Wort.
Wiewol der edle Löw bißher
Sich müssen zimlich leiden sehr:
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Daß er gleichsam gewickelt ein /
Geschlaffen vnd geschlummert fein.
So springt er doch mit seim Patron
Als eim Ritter ins Feldt gar schon:
Sein Königreich zu defendirn /
Da man dann Heldens muth thut spürn.
Dieweil er Leib / Ehr / Gut vnd Blut /
Dem Vatterlandt auffsetzt zu gut.
Vnd acht deß Feinds nicht vnverholn /
Dann er sich trewlich Gott befohln.
Der wird sein dieses Königs mildt
Schutz / schirm / zuflucht / auch Helm vnd
Schildt.
Der trewe Gott von Ewigkeit
Welcher diß Werck hat allbereit
Angefangen / der führs auch auß:
Vnd mach ihm selbst ein Lob darauß.
Gott thut beweisen immerdar /
Sein Krafft vnd Allmacht gantz vnd gar.
Dann trettet nu frölich herbey /
Vnd seht / was Gott für Heil verley.
Diesen Trost auch vernommen hat /
Der fromme König Josaphat.
Der sprach seim Kriegßvolck dapffer zu /
Sagt / hört vnd gebet Glauben nu
Dem HErrn vnserm trewen Gott /
So wirds mit vns nicht haben noth.
Gleubet nur den Propheten sein /
So werd ihr sicher wohnen fein /
Vnd die Feind dempffen in gemein:
A M E N.
Gedruckt im Jahr 1620.
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