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| Autor: |
Kurt Tucholsky |
| Titel: |
Berliner Fasching |
| Untertitel: |
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| aus: |
Fromme Gesänge, S. 81 |
| Herausgeber: |
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| Auflage: |
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| Entstehungsdatum: |
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| Erscheinungsdatum: |
1919 |
| Verlag: |
Felix Lehmann |
| Drucker: |
{{{DRUCKER}}} |
| Erscheinungsort: |
Charlottenburg |
| Übersetzer: |
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| Originaltitel: |
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| Originalsubtitel: |
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| Originalherkunft: |
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| Quelle: |
ULB Düsseldorf und Scans auf commons |
| Kurzbeschreibung: |
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| Erstdruck in: Schaubühne, 12. Februar 1914 UB Michigan |
Artikel in der Wikipedia
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Berliner Fasching
Nun spuckt sich der Berliner in die Hände
und macht sich an das Werk der Fröhlichkeit.
Er schuftet sich von Anfang bis zu Ende
durch diese Faschingszeit.
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Da hört man plötzlich von den höchsten Stufen
der eleganten Weltgesellschaft längs
der Spree und den Kanälen lockend rufen:
„Rin in die Escarpins!“
Und diese Laune, diese Grazie, weißte,
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die hat natürlich alle angesteckt;
die Hand, die tagshindurch Satin verschleißte,
winkt ganz leschehr nach Sekt.
Die Dame faschingt so auf ihre Weise:
gibt man ihr einmal schon im Jahr Lizenz,
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dann knutscht sie sich in streng geschlossnem Kreise,
fern jeder Konkurrenz.
Und auch der. Mittelstand fühlts im Gemüte:
er macht den Bockbierfaßhahn nicht mehr zu,
umspannt das Haupt mit einer bunten Tüte
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und rufet froh: „Juhu!“
Ja, selbst der Weise schätzt nicht nur die hehre
Philosophie: auch er bedarf des Weins!
Leicht angefüllt geht er bei seine Claire.
Berlin radaut, er lächelt …
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Jeder seins.