Beschreibung und Gebrauch einiger elektrischer Lampen
aus Wikisource, der freien Quellensammlung
| [1]
[2] Hr. Fahlmer, ein hiesiger geschickter Mechaniker, verfertiget dergleichen Lampen, besonders die Gabrielische, welche er, so wie die unsrige, in einigen Stücken bequemer eingerichtet hat. [3]
Sollte diese Ubersetzung den Beyfall des Publikums erhalten, so wird derselbe eine Aufmunterung für mich seyn, gelegenheitlich mehrere Beyträge zur Naturlehre zu liefern. [5]
[6] ein Vergnügen dabey gefunden; ja sogar ist in der Haushaltungskunst davon Gebrauch gemacht worden.
Man kann diesen Versuch anstellen, indem man eine Blase, woran ein messingener Hahn, der vorne eine stumpfe Spitze und eine enge Mündung hat, befestiget ist, mit brennbarer Luft anfüllt. Wird die Blase gelind gedrückt, so entzündet sich die Luft, wenn man die Mündung des Hahns gegen einen brennenden Körper richtet, oder wenn man zwischen ihr und einem elektrisirtem Körper einen Funken erregt: wird sie aber stark gedrückt, so fährt ein mehr oder minder langer Feuerbüschel heraus.
[9] rings herum angelöteten Boden oder eine Scheidewand in zween Theile getheilt ist, und aus deren Mitte eine conische Röhre, deren Spitze ein enge Oeffnung hat, sich in die Höhe erhebt. Seitwärts ist an der nämlichen Scheidewand eine ähnliche Röhre angelötet, wovon die Spitze unterwärts gekehret ist. Diese zwo Mündungen verschließt man; erstere mit einer Stecknadel, an deren Kopf ein wenig Wachs angeklebt ist, und die man alsdann in die Mündung, damit sie sich nicht verstopfe, einsteckt. Die zwote Mündung wird vermittelst eines Korkstöpsels, welchen man in diese Röhre einzwingt, verschlossen. Man bringt alsdenn brennbare Luft in den untern Behälter durch eine in dem Boden angebrachte Oeffnung, die man nachher mit einem Korke fest verschließt; sodann füllt man den obern Behälter mit Wasser und schließt die beiden conischen Röhren auf. Nach dem Verhältnisse, wie das Wasser in den untern Behälter fließt, treibt es die brennbare Luft durch die obere Röhre hindurch; und diese brennt, so bald sie angezündet ist, mit einer gelinden Flamme (c)[5]. [10]
Eine dritte nach der erstern eingerichtete ArtFig. 3. solcher Lampen hat Hr. Degabriel, ein wegen seiner Fähigkeit in der Experimental-Physik bekannter Franzos, verfertiget: dieselbe unterscheidet sich von der Fürstenbergischen, welche er zu Basel gesehen hat, dadurch, daß sie einfacher ist, indem nicht nur die Stücke, welche an der ersten Lampe seitwärts angebracht sind, an der seinigen auf dem obern Behälter sich befinden, sondern auch dabey nur ein Hahn nöthig ist. A, B, 3te Fig. sind zween gläserne Behälter, an deren Halse eine Einfassung K, L angeküttet ist, welche an die Büchse des Hahns R, vermittelst dessen ihre Gemeinschaft unterhalten wird, angeschraubt ist. In diesen Hahn sind zwey Löcher, g, h, 4te Fig. (den Durchschnitt [19] dieser Stücke vorstellend) gleichlaufend und auf der Achse des Hahnschlüssels senkrecht gebohrt. Diese beyden Löcher passen auf zwo Röhren i, m, davon die eine an dem obern Theile der Hahnenbüchse angeschraubet, und mit einem Aufsatz-Röhrchen I wie die andern Lampen versehen ist; durch diese Röhre zieht sich die brennbare Luft, dahingegen die an dem untern Theile des Hahns angeschraubte dem Wasser einen Durchgang in den Luftbehälter verstattet. An diesem letztern ist ein messingener Fuß C, der in der Mitte eine mit einer Schraubenmutter N versehene Oeffnung hat, angeküttet, welche, sobald man durch sie brennbare Luft in den Behälter gebracht hat, mit einer Lappenschraube, welches auch bey allen übrigen Lampen zu beobachten, genau verschlossen wird (l)[15]. Die Vorrichtung in Ansehung des elektrischen Funkens ist im Grunde die nämliche, wie bey den vorhergehenden Lampen; sie ist auf einer in der Mitte durchgebrochenen metallenen Scheibe [20] O O angebracht, welche in einen auf den Wasserbehälter aufgekütteten Reif schließt. Die beiden Säulen sind so eingerichtet, daß sich die Querstängchen nach allen Richtungen bewegen lassen. Zu dem Ende bestehet eine jede aus zweyen Stücken, wovon das auf der Scheibe ruhende q fest stehet, und ausgehöhlt ist, damit man das andere t in dieser Höhlung schieben und mit einer Stellschraube fest stellen könne. An dieses letztere ist eine Kugel r befestiget, durch deren Mittelpunkt die Querstängchen s s geschraubt sind (m)[16]. Eine von diesen Säulen ist, weil sie einen gläsernen Schaft v hat, isolirt. Der an dem Ende des Querstängchens befindliche Knopf w kömmt entweder unmitelbar oder vermittelst eines Kettchens mit einem elektrisirten Körper in Verbindung. Die andere Säule, die nicht isolirt ist, leitet folglich die elektrische Materie an die metallene an dem Wasserbehälter befindliche Masse. [21]
Der Luftbehälter A ist eine gemeine Trinkflasche von weißem Glase, auf deren Halse ein dem vorigen in den Hauptstücken gleicher, jedoch minder zusammen gesetzter Apparat aufgeküttet ist, wie aus der Figur ersichtlich. D ist eine viereckichte Hahnenbüchse, welche auf die an den Flaschenhals angeküttete Hülse E angeschraubt ist. An der einen Ecke dieser Büchse ist ein krumm gebogenes Stängchen C, welches den elektrischen Funken über der Mündung des Aufsatzes H von dem ElektrophorFig. 8. übergehen zu lassen dienet; in welcher Absicht dieser vermittelst eines Kettchens mit dem Querstängchen I, das auf einer Glasröhre F ruhet, in Verbindung steht. Die bemeldte Flasche wird in ein anderes mit Wasser angefülltes Glas B gesetzt, da das [22] Wasser alsdann, indem es durch ein an dem Boden der Flasche befindliche Klappe durchgehet, auf die darinn enthaltene brennbare Luft drückt und sie nach aufgeschlossenem Hahn R durch die enge Mündung des conischen Aufsatzes H heraus treibt. Diese Klappe ist so reingerichtet, daß sie in dem größern Gefäße immer offen bleibt, damit die brennbare Luft nach Verhältniß dessen, wie sie aus der Flasche heraus strömt, durch eben so viel Wasser ersetzt werde. Zu dem Ende läßt man ein gläsernes Haarröhrchen durch einen Korkstöpsel gehen, und steckt ihn sodann in die an dem Boden der Flasche befindliche Oeffnung fest, oder wenn dieser nicht dick genug wäre, in eine daran geküttete Hülse. Durch dieses Haarröhrchen geht ein mit Siegellack (n)[17] überzogener Drath, der so dünn seyn muß, daß rings umher ein Raum von ungefähr einer halben Linie bleibt. An dem obern Theil dieses Draths ist ein metallenes unterhalb mit einem fetten Leder [23] versehenes Plättchen befestiget; sein unterer Theil aber ist gehörig beschwert, damit die Klappe genau schliessen könne, wenn man die mit brennbarer Luft angefüllte Flasche in der größere Gefäß setzt, oder wenn man sie aus demselben heraus nehmen will, um der atmosphärischen Luft allen Zugang zu verschliessen (o)[18]. Es ist klar, daß die Luftflasche, wenn sie in das zum Theil mit Wasser angefüllte Gefäß gesetzt wird, darinn schwimmen würde, wenn die oberhalb derselben befindliche Metall-Masse nicht schwer genug wäre, deswegen ist an ihrem untern Theil ein hinreichend schwere metallene Büchse N O 7te Figur angeküttet, um ihr zum Gewichte und zugleich zum Fußgestelle zu dienen (p)[19]. [24] Inzwischen muß diese Büchse den Boden des größern Gefäßes nicht völlig berühren, damit die Klappe immer offen bleiben könne; und um zu verhüten, daß sie sich nicht öffne, wenn man die Flasche, nachdem man sie aus dem andern Gefäße herausgenommen hat, auf einen Tisch setzen will: deshalben hat der Boden einen ausgeschnittenen Wulst P Q, damit das Wasser aus dem größern Gefäße desto besser in die Flasche dringen könne. Zugleich ist diese von einer Korkscheibe S festgehalten, in welcher auf der Seite ein Loch v, um so oft als man es für nöthig findet, Wasser in der größere Gefäß schütten zu können, gebohrt ist.
2) Wenn der Wasserbehälter an dem Boden keine Oeffnung hat, so ist das Verfahren etwas mühsamer: denn alsdann ist man genöthigt beide Behälter mit Wasser anzufüllen, den obern in den Zuber zu tauchen, und die Lampe also umgekehrt zu halten, um brennbare Luft in sie hinein zu bringen. Indem nun diese Luft durch die Verbindungs-Röhre in den obern, das ist, den Luftbehälter durchgeht, so füllt sie diesen und treibt das Wasser aus ihm heraus. Alsdann wird der Hahn verschlossen und die Lampe in ihre gehörige Lage gestellt.
Um die brennbare Luft bequemer aus einem Gefäße in das andere zu bringen, kann man das Brett unterhalb ablang aushöhlen, und in der Mitte dieser Höhlung ein Loch durchbohren, so jedoch allemal kleiner, als die Mündung des Gefässe ist, welche an dieses Brett anschliessen muß. Nun läßt man die brennbare Luft unter der Höhlung durchgleiten, indem man die damit angefüllte Flasche an dieselbe anhält und sie nach und nach senkt. Diese Luft wird, weil sie specifisch leichter ist als das Wasser, durch das Loch in das darüber stehende Gefäß übergehen, das Wasser aus demselben treiben, und seine Stelle einnehmen. Im Fall die an den Boden der Luftbehälter angebrachte Oeffnung, wegen dem daran gekütteten Fußgestelle nicht gehörig an das an dem Brette [31] befindliche Loch herum anschließen sollte, so könnte man sich eines Trichters bedienen, den man unter dem Wasser durch das Loch in der Höhlung und zugleich durch des Luftbehälters seines brächte (r)[22].
Wenn man sich dieser Glutpfanne bedienen will, so legt man zwischen den Deckel und den beweglichen Boden eine breite mit brennbarer Luft angefüllte Blase, und läßt den daran befestigten Hahn durch eine im Deckel gemachte Oeffnung hervorragen. Sobald man nun den Hahn, der eine enge Mündung haben muß, aufschließt, und an diese ein angezündetes Licht hält, so geräth die ausströmende Luft mit einer dem Anschein nach gelinden, jedoch sehr wirksamen Flamme (s)[23], in Brand; denn sie giebt, alles übrige gleich gerechnet, mehr Hitze als jede andere Flamme. Ueber dem Deckel des Gefässes ragen vier etliche Zolle hohe Füsse hervor, um das, was man wärmen will, darauf zu setzen. Anbey ist zu merken, daß die Blase nur halb voll Luft seyn muß, damit die desto besser an das Gefäß anpasse. [33]
|
- ↑ (a) Zum Behufe derer, welche nicht völlig mit dergleichen Luftgattungen umzugehen wissen, werde ich §. 14. die Methode anzeigen, sich brennbare Luft leicht und in Menge zu verschaffen und andere Gefässe damit anzufüllen. In gleicher Absicht bin ich zuweilen umständlicher gewesen, als es für Physiker nöthig wäre.
- ↑ (b) Die Beschreibung dieses Gefäßes, (einer Art Glutpfanne, wozu er die Flamme von brennbarer Luft anstatt einer ordentlichen Flamme benutzt) findet man in des Abts ROZIER physikalischem Journal (Observations sur la Physique) Jänner 1777. Da dieses Gefäß viele Aehnlichkeit mit diesen Lampen hat, so will ich es §. 17. kürzlich beschreiben.
- ↑ * oder elektrische Lampen, wie wir sie genannt haben: siehe §. 9.
- ↑ * Ein hohes Trinkglas, an welchem eine solche Scheidewand ringsherum angeküttet ist, kan zum nämlichen Zwecke dienen.
- ↑ Wird der obere Theil des Gefäßes so eingerichtet, daß man gerade über die Mündung der kegelförmigen Röhre einen elektrischen Funken erregen kann, wie im folgenden §. soll gezeiget werden, so erhält man dadurch eine elektrische Lampe.
- ↑ (d) Der Versuch mit der elektrischen Pistole beweist zur Genüge, daß brennbare mit atmosphärischer Luft sich mit Explosion durch jedes angebrachte Feuer, sogar durch einen schwachen elektrischen Funken, von welchem man auch bey dieser Lampe Gebrauch macht, entzündet.
- ↑ (e) Ueberhaupt sind alle die an den Gläsern dieser Lampen befindliche Stücke von Messing. Die, so von einer andern Materie gemacht sind, werden besonders angezeigt.
- ↑ (f) Damit die aufeinander geschraubten messingenen Stücke desto besser passen, ist es unumgänglich nothwendig sich eines darzwischen gelegten fetten Leders zu bedienen.
- ↑ (g) Dieser Metallreif, wie auch die Kette s ist überflüssig, wenn die Console von Metall ist*. * Bey ferner angestellten Versuchen habe ich doch wahrgenommen, dass diese Vorsicht mit dem Kettchen, welches man mit einem leitenden Körper verbindet, nicht überflüssig ist, wenn die oberhalb der Lampe angebrachte Metall-Masse nicht sehr beträchtlich ist, welches man aber durch die Erfahrung am besten findet.
- ↑ (h) Mehrere Bequemlichkeit halben kann man das Wachslicht auf ein kleines bewegliches und mit einem Charnier versehenes Leuchterchen setzen, wie Fig. 3, oder dasselbe auf einen metallenen Stift, den man irgendwo auf der Console anbringt, aufstecken, wie Fig. 2. und 6.
- ↑ (i) Will man in der Nacht von einer solchen Lampe Gebrauch machen, so darf man nur den Harzkuchen reiben, ehe man zu Bette geht, und alsdenn nach der Vorschrift verfahren.
- ↑ * Nach Hr. Brander’s erster Einrichtung seiner Lampe, die er eine elektrische nennt, (ein Ausdruck, welchen ich wegen des elektrischen Funkens, womit dieselbe angezündet wird, beybehalten habe) ward auf der mit brennbarer Luft angefüllten Flasche eine andere dergestalt aufgesteckt, daß ihre beiderseitige Gemeinschaft durch eine darzwischen angebrachte mit einem Hahn versehene Röhre aufgehoben werden konnte. Aus dem untern Gefäße gieng durch den nämlichen Korkstöpsel, durch welchen eben erwähnte Röhre durchging, eine Seitenröhre mit der unterbrochenen elektrischen Leitung, wie sie in der 2ten Figur angegeben ist. Die Zeichnung dieser Lampe nebst ihrer Erklärung befindet sich auf der dritten Kupfertafel als ein Anhang zu Hr. Webers Luftelektrophor. Augsburg 1778 8vo. Weil aber nach dieser Einrichtung ein Theil des brennbaren Luft verloren gieng und das Wasser aus dem obern Behälter nicht sogleich aus der engen Mündung heraus fließen konnte, so hat ohne Zweifel Hr. Brander dieser Unbequemlichkeit durch die oben an dem Wasserbehälter angebrachte Oefnung abgeholfen, damit der Ausfluß des Wassers durch den Druck der äußern Luft desto besser befördert, werden könne.
- ↑ (k) Gar viel besser wäre es, wenn an die beiden Hälfte der Luftbehälter messingene Hülsen angebracht und die beiden Röhren C und G daran geschraubt wären; dadurch würde man viel leichter und sicherer mit der Lampe umgehen können.
- ↑ * Der Inhalt des Wasserbehälters einer von Hr. Brander mir zugesandten Lampe beträgt ohngefähr 95 Pariser Zoll; die Oeffnung, woraus das Wasser läuft 9/120 eines Zolles, und die Zeit, bis das Wasser ausgelaufen ist 7 Minuten: sollte nun eine solche Lampe eine ganze Stunde fortbrennen, so müßte dieser Wasserbehälter 815 zöllige Würfel ohngefähr enthalten.
- ↑ (l) Es wäre weit vortheilhafter, wenn die Böden der beyden erst beschriebenen Lampen mit dergleichen Schrauben versehen wären, um sie mit brennbarer Luft desto bequemer füllen zu können.
- ↑ (m) Man kann auch die durch den obern Theil der Säulen gehenden Querstängchen nach allen Richtungen bequem bewegen, wenn man sie durch ein gespaltenes federhartes Röhrchen A. 5te Fig. schiebt, unter welchem eine dem KopfeFig. 5. eines Zirkels ähnliche, und an dem obern Theile der Säule, die sich um ihre eigene Achse bewegen läßt, angebrachte Bewegung sich befindet.
- ↑ (n) Ueberhaupt wäre es gut alles Metall, welches der umittelbaren Wirkung des Wassers und der brennbaren Luft ausgesetzt ist, mit in rectificirtem Weingeist aufgelösten Siegellack zu überziehen.
- ↑ (o) Damit die Klappe desto dauerhafter werde, kann man an den Boden der FlascheFig. 7. eine Hülse V ankütten, und in diese eine fingersdicke Lappenschraube T schrauben. Diese, so alsdann die Stelle des Korkes vertritt, ist längst ihrer Achse durch und durch gebohrt, um für denjenigen Zwischenraum zu dienen, durch welchen der oben gemeldete metallene Drath geht.
- ↑ (p) Durch ein Versehen scheint das größere Gefäß unterhalb mit einem Metall-Streife eingefaßt zu seyn.
- ↑ * Man kann auch den Kork unterhalb mit Siegellack überziehen.
- ↑ (q) Wenn dieses Verfahren zu Ende ist, das ist, wenn das Aufbrausen aufgehört hat, so muß man das in dem Gefäße zurückgebliebene wegwerfen und es mit Wasser ausspülen; sonst würde sich eine Rinde ansetzen, die hart und mit Mühe loszubringen seyn würde*. * Nach Priestley’s Bemerkung (Experiments and observations relating to various branches of natural philosophy with a continuation of the observation on air. London 1779. 8. Deutsche Uebersetzung. Leipzig, 8. S. 72.) kann man den Eisenrost der sich an das Glas gesetzt hat, wie auch andern Unrath mit Salzgeist wegbringen.
- ↑ (r) Der an das ebenbeschriebene Brett meines Zubers angebrachte Trichter ist an einem elastischen Stiel befestiget, um ihn niederdrücken und aus dem Loche bequem herausnehmen zu können. Dieser ist mit einer Schraube unter dem Brette also angeschraubt, daß er sich um dieselbe bewegen läßt. Dadurch kann der Trichter nicht allein an dem Brette bleiben, sondern er kann auch ganz bequem in die Oeffnungen der Gefäße hineingebracht werden.
- ↑ (s) Die Blase der erstbeschriebenen Gluthpfanne enthält so viel brennbare Luft, daß, wenn sie sich entzündet, solches 8 bis 20 Minuten fortdauret*. * Also sagt Hr. Neret, allein man siehet leicht, daß es bey dieser Dauer hauptsächlich auf die Mündung des Hahnes ankömmt.
- ↑ * Eine andere Art, (welche aber vorzüglich zum Abwägen der verschiedenen Luftgattungen kann gebraucht werden, ) Blasen mit brennbarer Luft zu füllen, ist diese, daß man auf die Hülfe eines Wirbelrecipienten eine mit einem Hahne versehene und dicht zusammengepreßte Blase (wenn man aber eine Luftgattung abwägen will, eine gläserne Kugel, die man zuvor luftleer hätte machen müssen) aufschraubt, den Recipienten zuerst mit brennbarer Luft anfüllt und ihn alsdann in dem Zuber, nach Aufschließung des Hahnes, immer tiefer senkt, wodurch die Luft nach und nach sich in die Blase oder in die Kugel zieht, die man nach Verschließung des Hahnes alsdann von Recipient abnimmt. Wenn bey dem Abschrauben des Hahnes nichts von der in dem Recipienten zurück gebliebenen Luft verloren gehen soll, so darf man sich nur eines zweyten auf die Hülfe geschraubten Hahnes bedienen.
- ↑ * Oder die deutsche Uebersetzung dieses nämlichen Werkes in dreyen Bänden von Hr. D. Ludwig in Leipzig unter dem Titel: Dr. Joseph Priestley’s ... Versuche und Beobachtungen über verschiedene Gattungen von Luft. Wien und Leipzig, 8. 1778 – 1780.
- ↑ ** So viel mir bewußt, ist dieses Werk noch nicht ins deutsche übersetzt; es wäre aber, wie mich dünkt, wenn es doch übersetzt seyn muß, besser eine freye Uebersetzung, mit Weglassung des weitschweifigen, oder vielmehr einen Auszug davon zu machen, und nur den Kern davon zu behalten, auch denselben mit Zusätzen von Entdeckungen anderer, wozu man reichen Stoff haben würde, zu vermehren. Auf solche Weise entstünde ein vortreffliches Handbuch wenn eine Meisterhand die Sache unternähme.
- ↑ * Weißes Harzpulver läßt sich besser als anderes anzünden. Ich bediene mich vorzüglich des reinen und fein zerstoßenen Kolphoniums.
- ↑ * Hr. Cavallo giebt selbst in seiner vollständigen Abhandlung der theoretischen und praktischen Lehre von der Elektricität aus dem englischen übersetzt, Leipzig, 1779. 8. S. 235. die Anleitung solche tragbare Flaschen zu verfertigen.
