Das eigensinnige Schwein
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Das eigensinnige Schwein.
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Zwei Sklaven treiben hier ein Schwein
In eines Fleischers Haus hinein.
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Ein weiser Mann nimmt lächelnd wahr,
Wie sich umsonst bemüht das Paar.
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Sie zieh’n und schieben d’ran zu zweit,
Nicht vorwärts geht das Schwein und schreit.
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Und so für sich der Weise spricht:
„So geht es meiner Lebtag nicht!“
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Ob an den Ohren zieh’n die zwei –
Das Schwein, es stemmt sich mit Geschrei.
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Sofort erkennt des Weisen Blick:
„Es geht statt vorwärts nur zurück!“
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Und richtig, weiter rückwärts stets,
Trotz aller ihrer Plage, geht’s,
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Bis sie der Weise so belehrt:
„Mir scheint, Ihr macht das Ding verkehrt!“
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Die Neger schau’n verwundert d’rein
Und lassen endlich los das Schwein,
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Das durch die beiden sehr verhetzt
Sich gegen den Gelehrten setzt.
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Umsonst ergreift das Sklavenpaar
Das Schwein bei seinem Borstenhaar.
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Es raset, daß der weise Mann
Sich kaum vor Lachen wehren kann.
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„Ihr Männer! spricht er, seid nicht dumm!
Kehrt doch das Schwein ganz einfach um,
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Dann werdet Ihr mit Staunen seh’n,
Wie gern es wird zur Schlachtbank geh’n!“
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Sie dreh’n es um und zieh’n am Ohr –
Das Schwein geht rückwärts, wie zuvor,
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Doch weil es eben umgedreht,
Dem Hause zu von selbst es geht.
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So wird das Schwein, wer hätt’s gedacht,
Mit Leichtigkeit ans Ziel gebracht.
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Den weisen Mann erfreut das sehr,
Und weil’s gelungen, lächelt er –
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Und spricht im Gehen: „Da seht hin,
So bändigt man den Eigensinn!
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D’rum Kinder, gebt euch willig d’rein,
Sonst geht’s euch doch nur – wie dem Schwein!“
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