Der Kuss
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| Autor: |
Emil Faktor |
| Titel: |
Der Kuss |
| Untertitel: |
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| aus: |
Die zehnte Muse. Dichtungen vom Brettl und fürs Brettl. S. 62–63 |
| Herausgeber: |
Maximilian Bern |
| Auflage: |
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| Entstehungsdatum: |
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| Erscheinungsdatum: |
1904 |
| Verlag: |
Otto Eisner |
| Drucker: |
{{{DRUCKER}}} |
| Erscheinungsort: |
Berlin |
| Übersetzer: |
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| Originaltitel: |
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| Originalsubtitel: |
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| Originalherkunft: |
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| Quelle: |
Commons = Google-USA* |
| Kurzbeschreibung: |
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Artikel in der Wikipedia
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Die zehnte Muse (Maximilian Bern).djvu|page=68 |
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Der Kuss.
Das war ein Kuss: es freuten sich die Tannen,
Dass ihnen Thränen aus den Augen rannen.
Bald wusste es der ganze tiefe Wald:
So kräftig hat noch keiner je geschallt,
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Seitdem Verliebte in sein Reich gedrungen;
Die Vögel, die ein altes Lied gesungen,
Die sangen von dem Kusse weit und breit,
Der Kuckuck schwieg nur und verging vor Neid.
Die Bäume drängten ihre Aeste vor
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Und mahnten sie, das Pärchen zu belauschen
Und, heimlich horchend, nicht zu laut zu rauschen.
Die Käfer summten manches sich ins Ohr,
Von denen hörte es ein Schmetterling,
Den ich von ungefähr im Walde fing.
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Ein Schwätzer das! ich liess’ ihn frei auf Ehre,
Wenn ich der Held der Waldgeschichte wäre.
Emil Faktor.
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