Der Unterschied
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Der Unterschied.
Nein, Liebe, nein! du kannsts nicht seyn! 5
Doch glüht’ es einst in Chloens Arm! Es ist – ein Unterschied! 10
Sie kam und gab mir ihre Hand,Ich sah ihr Aug auf mich gewandt, Wann Daphne mir in Garten winkt, 15
Eil ich wohl auch herbey!Doch klopft nur vom Gefühl der Lust 20
Wie riß im Flug die Sonne den Tag Ob unsren Häuptern fort! 25
Für Daphnen und die FröhlichkeitIst jezt mein Abend nur geweyht, 30
Bis meine Zeit erscheint.Wann Chloe bebend mich umfieng, 35
Ganz in die meine hinüber floß, Da hieng mein Leben am Kuß! 40
Doch wann mein Herz zu sichtbar wallt,So kühlt ihr Scherz die Flamme bald, 45
Was jezt zu dir mich zieht.Zwar machst du mir oft ziemlich warm. G.
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Anmerkungen (Wikisource)
- ↑ Die Autorschaft des Textes ist nicht zu hundert Prozent geklärt, da sich die Chiffre G. nicht mit Sicherheit einem bestimmten Schriftsteller zuordnen lässt.
Eduard Bülow kann die Chiffre keinem bestimmten Autor zuordnen.
Eduard Boas vermutet Ferdinand Friedrich Pfeifer als Autor.
Edmund Goetze hingegen schreibt die Chiffre G. (sowie die Chiffren Ha. und U.) Johann Christoph Friedrich Haug zu. Aus diesen Chiffren kann auch der Name "Haug" gebildet werden.
Genaueres in:- Edmund Goetze: Grundrisz zur Geschichte der deutschen Dichtung aus den Quellen von Karl Goedeke. Zweite ganz neu bearbeitete Auflage. Fünfter Band - Vom siebenjährigen bis zum Weltkriege. Zweite Abteilung. Dresden: Verlag von L. Ehlermann, 1893, Seite 165f.
- Eduard Boas; Wendelin von Maltzahn (Hrsg.): Schiller’s Jugendjahre. – Zweiter Band. Hannover: Carl Rümpler, 1856. Seite 205 f.
- Friedrich Schiller; Eduard Bülow (Hrsg.): Anthologie auf das Jahr 1782 von Friedrich Schiller — Mit einer einleitenden Abhandlung über das Dämonische und einem Anhange neu herausgegeben von Eduard Bülow. Heidelberg: Verlag von Bangel & Schmitt; Hoffmeister’sche Univ.-Buchhandlung, 1850. Seite XXXIX. f.
