Der Welt Wollust
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| Autor: |
Andreas Gryphius |
| Titel: |
Der Welt Wollust |
| Untertitel: |
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| aus: |
Freuden vnd Trauer-Spiele auch Oden vnd Sonnette sampt Herr Peter Squentz Schimpff-Spiel. Sonnette. Das Este Buch. S. 5f. |
| Herausgeber: |
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| Auflage: |
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| Entstehungsdatum: |
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| Erscheinungsdatum: |
1658 |
| Verlag: |
Johann Lischke |
| Drucker: |
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| Erscheinungsort: |
Breßlau |
| Übersetzer: |
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| Originaltitel: |
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| Originalsubtitel: |
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| Originalherkunft: |
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| Quelle: |
Scans auf Commons |
| Kurzbeschreibung: |
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X. Der Welt Wollust.
WO Lust ist / da ist Angst; wo Freud’ ist / da sind klagen.
Wer schöne Rosen siht / siht Dornen nur dabey;
Kein Stand / kein Ort / kein Mensch ist seines Creutzes frey.
Wer lacht; fühlt wenn er lacht im Hertzen tausend Plagen.
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Wer hoch in Ehren sitzt / muß hohe Sorgen tragen.
Wer ist / der Reichthumb acht’ / vnd loß von Kummer sey /
Wo Armut ist; ist Noth. Wer kennt wie mancherley
Traurwürmer vns die Seel vnd matte Sinnen nagen?
Ich red’ es offenbahr / so lang als Titans Licht
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Vom Himmel ab bestralt / mein bleiches Angesicht
Ist mir noch nie ein Tag / der gantz ohn Angst / bescheret;
O Welt du Threnen Thal! recht selig wird geschätzt;
Der eh er einen Fuß / hin auff die Erden setzt /
Bald auß der Mutter Schoß ins Himmels Lusthaus fähret.
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