Die Glocken (Übersetzung Strodtmann)
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Die Glocken. 5
Durch die eisig kalte Nacht! Während sich in goldnen Ringen 10
In geweihtem ZauberkreisZu dem lieblichen Geläute, das die Glöckchen uns gebracht, 15
Hört der Hochzeitsglocken Sang, Goldnen Klang! [51]
20
Horch! ein wehmuthfeuchtes Lied, Wonnig weich, 25
Welch ein Strom von Tönen dringtReich und reicher durch das Schweigen, das die Nacht uns bringt! 30
Vom Entzücken, das da schwingt All’ die Glocken, die uns locken 35
Bimbambim,Mit den schönen Wundertönen ihres Sangs! 40
In das Ohr der bangen Nacht Braust der wilden Klänge Schlacht. [52]
Nur ein Schrei, 45
Nur ein Wimmern und ein Winseln um Erbarmen zu der Gluth,Nur ein wahnsinnwirres Hadern mit der tauben, tollen Gluth, 50
Fast empor zum Mond sich reckend, Aufwärts lodernd wild und frei. 55
Wie das kreischt und heult und brüllt! Wie es rings die Luft erfüllt 60
Sich zu deuten, Ob der Mensch die Gluth beschwor; 65
Wie die Flamme steigt und fällt,Aus dem Toben, das von oben wechselnd sinkt und steigt und fällt, [53]
Bimbumbam, 70
Aus dem Gellen und dem Schwellen ihres Schalls.
75
Welch ein Schaudern ist erwachtBei dem melancholisch düstern Feierklang! 80
Und die Menschen ohne Schonen, Die im Thurme droben wohnen 85
Die es freut, hinabzurollen Auf die Herzen Stein um Stein: 90
Und ihr Meister ist der Tod, Der im Mantel, blutigroth, [54]
95
Zu der Glocken Grabgebrumm; Und er tanzt und springt herum, 100
Zu dem Bimbambum; Schwirrend leis, leis, leis 105
Zu dem krächzenden Gebrumm; Schwirrend leis, leis, leis 110
Zu dem Bimbambum, Zu dem rollenden Gebrumm, |
