Die Hand mit auffgereckten dreyen schwartzen Fingern / So der falsche Eyd bedeut
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| Autor: |
unbekannt |
| Titel: |
Die Hand mit auffgereckten dreyen schwartzen Fingern / So der falsche Eyd bedeut |
| Untertitel: |
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| aus: |
Vorlage:none |
| Herausgeber: |
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| Auflage: |
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| Entstehungsdatum: |
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| Erscheinungsdatum: |
1579 |
| Verlag: |
Vorlage:none |
| Drucker: |
Steffan Kreutzer |
| Erscheinungsort: |
Wien |
| Übersetzer: |
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| Originaltitel: |
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| Originalsubtitel: |
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| Originalherkunft: |
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| Quelle: |
Scan auf Commons |
| Kurzbeschreibung: |
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| Warnung vor dem Meineid |
Artikel in der Wikipedia
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| Bild |
Kreutzer meineid.jpg |
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| Bearbeitungsstand |
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Ein warhafftige vnd Erschreckliche Newe zeit-
tung / Von einem Falschen Eyd welcher zu Bresburck [1] im Vngerlandt / den 24.
Septembris im 1579. Jar von einem Messerschmidt vmb 4. gülden halben geschworen ist worden /
wie jhn auch Gott endlich gestraffet hat / Als baldt er geschworen hat / ist jhm die halbe Hand
schwartz blieben vnd am dritten tag gestorben / allen frommen Christen zu
einem Exempel fürgestellet.
Die Hand mit auffgereckten dreyen schwartzen Fingern / So der falsche Eyd bedeut.
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EIn jeglich Mensch das ein Eyd schweren wil / der sol auff heben drey Finger.
Bey dem Ersten Finger / das ist der Daum / ist zuuerstehen[2] Gott der Vater.
Bey dem andern Finger / Gott der Son.
Bey dem Dritten Finger / Gott der heilige Geist.
Die andern zween Finger in der Hand neigt er vnter sich.
Der ein vnter sich geneigt Finger / bedeut die Christlich Seel / als sie verborgen ist / vnter der Menschheit.
Vnd der fünffte Finger / bedeut den Leib / als der Leib klein ist zu schätzen gegen der Seel.
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abgetilget vnd abgescheiden werden von aller Gemeinschafft aller heiligen / Vnd ich sol auch beraubt werden / der begierlichen anschawung des Angesichts / vnsers lieben HERREN Jhesu Christi immer vnd ewiglichen.
Gedenck O Mensch / Wie ein grawsam Vrtheil du vber dich selber sprichst / vnd bedenck dich vor gar wol / ehe dann du schwerest / Darbey mag auch ein jeglich frumb Christlich Hertz wol mercken / Was der falsche Eyd auff jhm tregt / vnd wie der Mensch Gottes des Allmechtigen / durch den falschen Eyd beraubt ist. Daruor ein jeder Christen Mensch sich hüten sol / bey seiner Seelen seligkeit.
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Aber bey der gantzen Hand / wird bedeut / ein Gott vnd ein Schöpffer / Der den Menschen / vnd alle Creaturn im Himmel vnd auff Erden erschaffen hat.
Nun welcher Mensch / so vergessen / vnd jm selber so feind ist / das er ein falschen Eyd schweret / In solcher weis als ob er spreche / Wann ich falsch schwere / so bit ich Gott den Vater / Gott den Sohn / Gott den heiligen Geist / vnd die gantze H. Dreyfaltigkeit / das ich möchte ausgeschlossen sein / vnd aus gesetzt werden / aus der Gemein vnd gutheit der heiligen Christenheit / Das mir die selbige Gutheit sey ein fluch meines Leibs vnd Bluts / vnd der Seel.
Zum andern / der Meynaidige Mensch schweret / als ob er sprech: Wann ich falsch schwere / so helff mir Gott der Vater / Gott der Sohn / Gott der H. Geist / das mir die H. Dreyfaltigkeit nimmer zu hülff vnd zu Trost komme / zu der zeit / so sich der Leib vnd Seel von einander scheiden werden.
Zum dritten / Wer falsch schweret / der redt / als ob er sprech: Wann ich heut falsch schwere / so bitt ich Gott den Vater / Gott den Sohn / Gott den H. Geist / vnd den kostbarn Fronleichnam / vnsers lieben Herren Jhesu Christi / Das sein grundtlose Barmhertzigkeit / vnd sein vnschüldigkeit / sein heiliger Schweis / sein Bitterkeit / Angst vnd Noth / vnd sein strenger harter Todt / vnschüldige Marter an mir armen Sünder / gantz entzogen vnd verloren werd.
Zum Vierdten / Wer falsch schweret / der redt als ob er sprech: Wann ich heut falsch schwere / so sol mein Seel / die bedeut wird / bey dem vierdten Finger / vnd mein Leib / der da bedeut wird / bey dem fünfften Finger / mit einander verdampt werden / an dem Jüngsten Gericht / So ich meineydiger / elender Mensch stehen werde vor dem strengen Richter / dem nichts verborgen ist / sol
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Auch ist leider jetzundt (Gott erbarms) ein böse gewonheit in dieser zeit / die den Menschen vnglückhafft macht an Leib vnd an der Seele / Das ist : Das schier im schwang oder Ernst nichts geredt werden kan / man braucht vnnützlich den namen GOTTES / in solcher mass: Als helff mir GOTT / Bey dem waren GOTT Bey GOTT es ist war / Auff mein Eyd / Auff mein Seel / vnd desgleichen. Dardurch sich der Mensch auch höchlich vergehet / als hette er am offenen Rechten geschworen / So er aus böser gewonheit schweret / Dann böse gewonheit / beschweret den Leib mit Sünden / vnd krencket die Seele.
Bonauen: dicit.
Mensch wiltu ewiglich leben bey GOTT / So fürcht jn vnd halt sein Gebot.
Vnd wilt du Hass vnd Anfechtung vberwinden / So hüte dich auff dieser Erdt vor TodtsSünden.
Chrisostomus: dicit.
Mensch lass dir auff Erden nichts so lieb sein / Das du vergissest / Gott des HERREN dein.
Bedracht teglich / die Marter vnd des Leyden / So wil er dich Ewiglich nicht meiden.
Hieroni: dicit.
Mensch Sündig nicht auff Gottes Barmhertzigkeit / Lass dir deines Nechsten trübsal sein leid.
Betracht diss zergengliche leben / in diesem Elend / Vnd spar dein gute Werck nicht biss an dein Endt.
Gedruckt zu Wienn in Osterreich /
durch Steffan Kreutzer / Anno 1579.
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