Die Schedelsche Weltchronik (deutsch):079

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LXXVIII verso:[Bearbeiten]

Das funft alter
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Ptolemous Euergetes deß philadelphi sun der drit Egyptisch konig regiret. xxvi. iar. Dieser hat zu rachsal seiner schwester Beronice. die Anthiochus Galericus vnd sein muter Laodicia des reichs entsetzeten. Siriam Ciliciam. vnnd einen teil Asie zerstoeret vnd vnzallichen rawb dauon gebracht.

Ptolomeus philipator der vierdt Egyptisch konig regiret. xvij. iar. der ersluog seinen vater vnd erwuerget seinen bruder. daher heißt er Philipator. vnnd gleich als er lasterlich was in bekuemmerung des rechs. also was er auch faul treg vnnd versewmlich in pflegnus desselben. dafi er ergabe sich auff leiplich wollust, darumb hat ime Antiochus der groß konig Siriw vil stett bedrucket. Als er aber darnach die verlorne ding herwider bracht. vnd Antiochum des reichs berawbet. wo ime das glueck darinn gefolget het. do fiele er zu letztin vnkeuescheit und vermischet sich nach ertoedtung Euridice seins weibs vnder die vnzucht der puebischen weiber vnd starb. vnnd ließ einen sun fuenff iar alt. Die vnzuchtigen weiber warden zu rachsal der ertoedten konigin erhangen. so schickten die von Alexandria gein Rom das sie sich das vnmuendigen kinds pflegnus verstuenden.

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Dion syracusanus was ein edeler philozophus. der nach betruebnus beder Dionisischen wueetrichey bey der statt syracusy ertoedt ward. dann der foerder dionisius vermehelt ime aristomachen des Dyonis schwester, auß der warden ime zwen suen Dyppaus vnd Nyseus geporn. vnnd auch souil toexhter. der eine gab er seinen suen Dionisio. dem er dz reich ließ. vnd die andern dem vetter Dionis. der dann on sein edle gepurt. vnnd on den guoten leumuot seiner elternn sunst auch von der natur vil loeblicher guoter ding. als ein guote gelirnige vnnd zu allen kuensten geschickte sinnreichigkeit. auch große widrigkeit des leibs. vnd auch vomm vater vil gelaßner erblicher guoter empfangen het

Sibilla chimica in wekschen landen geporn mit einem himelfarben klaid beklaidet. mit guldin locken vber die schulttern gebraytet. vnd iung sprach also. In dem ersten antlitz der iunckfrawen wird ausstygen ein iungs iunckfrewlein. mit schoenem angesicht. mit langen loecken. sitzende auff einem gestrewten stuol. nerende ein kind. gebende ime zeessen sein eygene pruee ein milch vomm himel gesendet.

Carmeides der philozophus ist der. der von den Athemernn mit dem Diogene zu dem roemischen rat gesannd wardt. der was in lernung vnd gedancken also flexßig das er yezuzeiten an dem tisch sitzende sein hannd zum mund zethun vergaße. sunder Melista die er an eins weibs statt bey ime hett laytet im sein hannd zu noturftigen vbungen dann er gepraucher sich des gemuets mit dem leben. vnd schine als wer mit eim frembden leib vmgeben. vnnd starb imm hundersten iar seins alters.

Anarimenes der groß redner war des Alexander maister in der redkunst. der die historiam Alexandri beschriben sol haben. Vonn dem sagt Valerius. Als Alexander eins mal auß zorn die stat Lausatum vmbkeren wolt wer imm Anaramenes begegent. den hett Alexander ersehn und gewißt das Anaramenes an ine begeret das er ine desselben nit ge weren wolt. do sprach Anarimenes zu alexandro. Ich bit dich du woellest Lausazum zerstoeren Also erlanget er der statt das hayl. vnd dergleichen sol zu Athenis auch beschehen sein.

Sertilia ein Verstalische iunckfraw wardt von verschetzung wegen irer iunckfrawschafft lebendig begraben.

Xenophilus der Pitagoricisch philozophus. auß Calcedonia pirtig. ward auch zu disen zeiten in großem werde gehalten. Dieser ist (als sie sagen) alles menschlichs vngemachs enteueßert gewesen. vnd als er. c. vnd fuenff iar alt wardt do starb er in hohen schein der lere vnd volkomenheit.


LXXIX recto:[Bearbeiten]

Blat LXXIX
der werlt
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Arichiphilas was ein philozophus von dem sich die fect der Achademier anfieng. dieser hat einen armen und krancken freuend der sich doch sor scham nit melden getorst. Als aber das an disen Archiphyilem gelanget. do setzer er immer fuer seinen freuend an beschamunng haymlicher weyse zu hilft zekommen. vnd. leget vnwissend deines freuends ime ein sacklein mit gelr vnder sein kuessen auff dz sich der geschamig freend solchs gelts mer als eins funds denn als einer gabe gprauchet.

Dise zwen taherren haben mit Alexandro den konig Epyri gestritten.

Emilius het mit den roemern wider die Taren tiner gar ein rechten krieg- darin Pirrhus der kriechisch konig den Tarntinernn hilff raichet. derselb krieg werer vber vier iar. zu letzt ward Prrus vberwunden wnnd starb erbermlich. do machten die Tarentiner mit den von Carthago ein puentnus. darauß fiengen Marcus valerius cornius sich die puenischen krieg an.

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Marcus valerius mit zunamen coruinus wz ein roemischer iungling. fuertreffliches gemueets vnd sunderlicher tugend. nit vneirdiger dann Camillus. dann wiewol er iung was yedoch name er wider einen Gallischen in groeße und waffen bruembten man einen sunderlichen kampff auff. vnd als er das kampff zyl herfuergiemge. vnd nochmals nit hand angelegt do setzet sich alßpald ein rab auff seinen helm. der nach angefangem kampff nye vomm helm Valerij kome. sunder nut aufhoeret die awgen des Gallischen mans mit dem schnabel vnd kloen zeuerletzen. solang bis Valerius seinen widerkempffer mit solcher wundergeschiht erschzocken vberwan de vnd ertoetet. vnd alßpald verschwande der rab. Von dem Valerio der zu namen corninus entstunde.

Emilius hat wider die Tarentiner gekriegt. So hat Curius mit konig Pirrho gestritten. vnd den dritten krieg wider die Epyrotas gefuert. vnd Pirrhum geiagt. vnd. rriijm. man zu tod geslagen. dann er sprach. ich mag we der in der steytspitzen vberwunden noch mit gelt gepogen werden. ich wil liber vber die reichen herzschen dann selbs reich sein.

Diß zwen ratheen haben nacheinander geregiret. Geminicus hat die affricos cnd Tarantiner besttritten: so hat Sempronius die Picenter vber wunden. In demselben stryt erzitteret die erd. gleich als ob sie einen grawen het souil menschliches vergßenes pluots zeempfahen. dann wiewol die Roemer vberwanden so komen ir doch wenig daruon.

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Lucius papirius der roemer. ein hohberuembter kriegs man wardr von dem roemischen rat zu einem dictator erwelet. vnd er setzet im Quintum fabium zu einem hawbtman des raysigen gezeugs der name auß befehnus der roemischen rats einen krieg wider die Samniter fuer. Vnlang danach zohe derselb dictator gein Rome. di man sein notturftig was vnd befalhe Quinto Fabio dem hawbtman das er in seinem abwesen mit dem sein den nit treffen solt. Aber nach abscheid des dictators erkuendigte sich der Fabius durch speher das der feind dachen alle in zerruedung stunden. demnach wardt Fabius also begirig das er wider die Samniter em slagen anfieng. vnd zu hefftigem streit den pferden die zawm abzohe cns sie gespoeret vnder die feind lawen ließ. also das ine kein macht widersteen kund. vnd warden (als Plinius setzt) xxm. feind an dem tag erslagen. das ließ Fabius nit an den dictator sunder an den roemischen rat gelangen. darumb vrteyler ine der dictator auß zurnn zu der pen des tods das er in seinen abwesen wider sein verpot mit den feinden gestritten het. als aber Fabius zum tod gefueret wardt. do wardt er durch groß gunst des volckes vnd der ritterschafft entledigt. vnnd ein solche auffruor wider den obgenanten Papirium den dictator das er kawm mit dem leben dauon kome. vnd wiewol darnach die Samniter die Roemer an einem engen ort besloßen. mit großer slacht ernider legten so haben doch die roemer im nachfolgenden iar auß befelhnus eines rats auff anlaytung des obgenanten Papirij dieselben Samniter hurwiderumb vberwunden