Esdras fünftes Buch

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Autor: unbekannt
Titel: Esdras fünftes Buch
Untertitel: oder: Das fünfte Buch Esra
aus: Altjüdisches Schrifttum außerhalb der Bibel S. 310–317
Herausgeber: Paul Rießler
Auflage:
Entstehungsdatum: 2. Jahrhundert n. Chr.
Erscheinungsdatum: 1928
Verlag: Dr. B. Filser
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Erscheinungsort: Augsburg
Übersetzer: Paul Rießler
Originaltitel:
Originalsubtitel:
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Quelle: ULB Düsseldorf und Commons
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[310]
21. Esdras fünftes Buch


1. Kapitel: Bußrede
1
Das dritte Buch des Propheten Esdras, des Sohn des Sareus
2
und Enkels des Azareus,

des Sohns des Helchias und Enkels Salames,
des Sohns des Sadoch
und Enkels Achitobs, des Sohns des Achias
und Enkels Phinees, des Sohns des Heli
und Enkels Amerias,
des Sohns des Aziel
und Enkels Marimoths,
des Sohns des Arna
und Enkels des Ozias,
des Sohns des Borith
und Enkels des Abisseus,
des Sohns Phinees
und Enkels des Eleazar,

3
des Aaronssohnes aus dem Stamme Levi,

der in dem Mederland gefangen war,
als Artaxerxes König über Persien war.

4
Das Wort des Herrn erging an mich:
5
Geh hin!

Künd meinem Volke seine eigenen Missetaten
und seiner Kinder Schlechtigkeiten,
die sie an mir verübt,
damit sie’s ihren Enkeln künden!

6
In ihnen wuchsen ihrer Eltern Sünden auf,

vergaßen sie doch mich
und opferten den fremden Göttern.

7
Ja, hab ich sie nicht aus Ägypterland geführt,

dem Haus der Sklaverei?
Sie aber reizten mich
und schmähten meine Ratschläge.

8
Du aber schüttle deines Hauptes Locken

und gib sie allen Übeln preis!
Sie achten ja nicht mein Gesetz.
Das Volk ist zuchtlos.

[311]
9
Wie lang soll ich sie noch ertragen,

sie, denen ich so große Wohltaten gespendet?

10
Ich stürzte ihretwegen Könige,

schlug Pharao mit seinen Knechten,
dem ganzen Heer.

11
Vor ihrem Angesicht vertilgt ich alle Völker,

zerstreute in dem Morgenland
das Volk von zwei Provinzen,
von Tyrus und von Sidon,
schlug alle ihre Widersacher nieder.

12
Du aber sprich zu ihnen also:

So spricht der Herr:

13
Ich führte euch durchs Meer

und gab auf unwegsamer Bahn euch sichre Pfade.

14
Zum Führer gab ich euch den Moses und den Priester Aaron;

ich gab euch Licht durch eine Feuersäule
und tat euch Großes, Wunderbares.

15
Doch ihr vergaßet mich.

So spricht der Herr. –
So spricht nun der allmächtige Herr:
Die Wachteln dienten euch zum Zeichen;
ein Lager gab ich euch zum Schutz
und dennoch murrtet ihr daselbst.

16
Ihr brechet nicht in Jubel aus

in meinem Namen wegen der Vernichtung eurer Gegner.
Ihr murret vielmehr bis zu dieser Stunde.

17
Wo sind die Wohltaten,

die ich euch gab?
Habt ihr nicht in der Wüste voller Durst und Hunger
zu mir gerufen:

18
„Hast du in diese Wüstenei uns hergeführt,

um uns zu töten?
Weit besser wär’s für uns gewesen,
Ägypten Sklavendienst zu tun,
als hier in dieser Wüstenei zu sterben.“

19
Da tat mir euer Seufzen leid.

Ich schenkte Manna euch zur Speise,
und also aßt ihr Engelsbrot.

20
Und hab ich nicht den Felsen ausgehöhlt,

als ihr so durstig waret?
Und Wasser flossen überreichlich.
Der Hitze wegen deckt ich euch mit Baumgezweige zu.

21
und ich verteilte fette Ländereien an euch,

vertrieb vor euch die Kanaaniter,
die Phereziter, die Philister.
Was soll ich euch noch weiter tun?
So fragt der Herr.

22
So spricht nun der allmächtige Herr:
[312]

Ihr habt am Bitterwasser in der Wüste Durst gelitten
und meinen Namen schwer gelästert.

23
Da sandte ich zu euch

kein Feuer wegen dieser Lästerungen;
ich ließ vielmehr ein Holz ins Wasser legen
und machte das Gewässer süß.

24
Was soll ich dir noch, Jakob, tun?

Du wolltest mir nicht folgen, Juda.
Ich will zu andern Völkern gehen
und ihnen meinen Namen schenken,
auf daß sie meine Weisungen beachten.

25
Verlassen habt ihr mich

und so verlaß ich euch.
Und ruft ihr mich um Mitleid an,
ich schenk euch kein Erbarmen.

26
Ruft ihr zu mir,

ich hör euch nicht.
Mit Blut beflecktet ihr die Hände,
zu Morden liefen eure Füße unverdrossen.

27
Doch eigentlich habt ihr nicht mich verlassen;

Nein, nur euch selber,
so spricht der Herr.

28
So spricht nun der allmächtige Herr:

Ja, hab nicht ich euch so gebeten,
gleich wie ein Vater seine Söhne,
wie eine Mutter ihre Töchter,
wie eine Amme ihre Kleinen,

29
auf daß ihr solltet mir zum Volke sein

und ich für euch zum Gott
und ihr für mich zu Kindern
und ich für euch zum Vater?

30
Ich hab euch so gesammelt,

wie eine Henne ihre Küchlein unter ihre Flügel.
Was soll ich euch noch tun?
Ich weis euch weg von meinem Angesicht.

31
Bringt ihr mir Opfer dar,

ich wend mein Antlitz von euch ab;
denn eure Festtage und Neumonde
und die Beschneidungen des Fleisches weise ich zurück.

32
Ich send euch meine Diener, die Propheten.

Ihr nehmet sie und bringet sie ums Leben
und ihr zerfetzet ihre Leiber.
Ich will ihr Blut zurückverlangen.
So spricht der Herr.

33
Der allmächtige Herr spricht so:

Verheert wird euer Haus;
denn ich zerstreue euch,
gleich wie der Wind die Stoppeln.

[313]
34
Die Söhne pflanzen sich nicht fort,

weil sie samt euch nicht meine Weisungen beachten
und das, was bös, vor mir verüben. –

35
So geb ich eure Häuser einem Volk, das kommt

und das den Glauben hat,
wenn schon es mich nicht hört
und das vollzieht, was ich gebiete,
wenn schon ich ihnen keine Zeichen gebe.

36
Sie schauten keinerlei Propheten

und doch erinnern sie sich ihrer alten Reden.

37
Und ich bezeug das Wohlgefallen an dem Volk, das kommt

und dessen Kinder voller Freude jubeln,
obschon sie nicht mit Fleischesaugen mich erblicken,
vielmehr im Geiste glauben,
was ich gesagt. –

38
Nun, Bruder, schau im Glauben

und sieh das Volk von Osten kommen!

39
Ich gebe ihnen zum Geleite Abraham, Isaak, Jakob,

sowie Osee, Amos und Michaeas,
Joel, Abdias, Jonas

40
und Nahum, Habakuk

und Sophonias und Aggaeus, Zacharias
und Malachias,
der auch des Herren Engel heißt.


2. Kapitel: Trostworte
1
So spricht der Herr:

Ich führte dieses Volk aus Sklaverei;
ich gab ihm Weisungen durch meine Diener, die Propheten;
sie aber wollten sie nicht hören
und machten meine Ratschläge zunichte.

2
Die Mutter, die sie einst gebar,

sie sprach zu ihnen:
„Ach Kinder, geht!
Ich bin ja Witwe und verlassen.

3
Ich zog euch auf mit Freuden,

verlor euch mit Betrübnis und mit Trauer,
dieweil ihr vor dem Herrgott sündigtet
und das, was böse, vor mir tatet.

4
Was soll ich euch noch tun,

bin ich doch Witwe und verlassen?
Geht, Kinder!
Erfleht vom Herrn Barmherzigkeit!“

5
Ich aber ruf dich, Vater, an

zum Zeugen über diese Kindesmutter,
weil sie nicht meinen Bund bewahren wollten,

6
daß du Verwirrung über sie verhängst
[314]

und die Verschleppung ihrer Mutter,
auf daß ihr Stamm sich nimmer weiterpflanze.

7
Sie sollen zu den Völkern in Zerstreuung kommen,

und ihre Namen sollen aus der Welt verschwinden,
dieweil sie meinen Bund verachtet!

8
Weh, Assur, dir,

der du bei dir die Gottlosen verbirgst!

9
Du schlimmes Volk!

Gedenke, was ich Sodom und Gomorrha angetan!
Es liegt ihr Land in Pechschollen und Aschenhaufen.
So mach ich die, die mich nicht hören.
Also spricht der allmächtige Herr. –

10
So spricht der Herr zu Esdras:

Künd meinem Volk,
daß ich das Königtum Jerusalems ihm gebe,
das ich einst Israel verleihen wollte!

11
Ich mach mir ihren Ruhm zu eigen,

geb ihnen ewige Zelte,
die ich einst jenen zubereitet.

12
Zum Wohlgeruch besitzen sie den Lebensbaum;

sie mühen sich nicht ab,
ermüden nicht.
Und bittet ihr,
dann werdet ihr empfangen.

13
So bittet doch für euch,

daß sich die wenigen Tage noch verkürzen!
Schon ist das Reich für euch bereit.
So wachet!

14
Ruf jetzt zu Zeugen Erd und Himmel an!

Ich ließ das Böse
und schuf das Gute.
Ich lebe, spricht der Herr.

15
Umschlinge, Mutter, deine Kinder!

Zieh sie mit Freuden auf, wie eine Taube!
Mach ihre Schritte fest!
Denn dich erwählte ich.
So spricht der Herr.

16
Und ich erweck aus ihren Stätten wiederum die Toten

und führ sie aus den Grabmälern heraus;
denn ich erkenn in ihnen meinen Namen.

17
O Kindesmutter, fürcht dich nicht!

Denn ich erwählte dich.
So spricht der Herr.

18
Ich sende dir zu Hilfe meine Diener,

Isaias sowie Jeremias;
nach ihrem Rate weihte ich
und gab dir Bäume, fruchtbeschwerte, zwölf.

19
Und ebensoviel Quellen, die von Milch und Honig fließen,
[315]

und sieben ungeheure Berge,
die Lilien und Rosen tragen;
durch sie erfülle ich mit Freude deine Kinder.

20
Verhilf zum Recht der Witwe!

Führ der Verwaisten Sache!
Beschenk die Armen!
Beschütz die Elternlosen!
Bekleid die Nackten!

21
Sorg um den Schwachen und Zerbrochenen!

Spott nicht dem Lahmen!
Beschütz den Krüppel!
Führ Blinde zu dem Lichte meiner Klarheit!

22
Beschütz in deinen Mauern alt und jung!
23
Und wo du Tote findest,

bestatte sie im Grade!
Versiegle es!
Dann geb ich dir den ersten Sitz bei meiner Auferstehung.

24
Rast und ruh, mein Volk!

Deine Ruhe kommt.

25
Gute Nährmutter!

Nähr deine Kinder!
Mach ihre Füße fest!

26
Und keiner von den Knechten geht dir ab,

die ich dir gab;
ich selber suche sie nach deiner Liste auf.

27
Hab keine Angst,

kommt auch der Tag der Not und der Drangsal!
Die einen weinen und sind traurig;
du aber bist im Überfluß und fröhlich.

28
Und mögen auch die Völker eifern,

dir tun sie nichts.
So spricht der Herr.

29
Dann decken meine Hände dich,

daß deine Kinder nicht die Hölle schauen.

30
Ergötz dich samt den Kindern, Mutter!

Denn ich befreie dich.
So spricht der Herr.

31
Gedenke deiner Kinder, die im Schlafe liegen!

Ich führ sie aus der Erde Schlupfwinkeln heraus
und üb Barmherzigkeit an ihnen.
Ich hin erbarmungsvoll,
spricht der allmächtige Herr.

32
Heg deine Kinder, bis ich komme,

und künd Erbarmen ihnen an,
daß meine Quellen reichlich fließen
und meine Huld nicht schwinde! –

33
Vom Herrn bekam ich, Esdras,

am Berge Horeb den Befehl,

[316]

ich solle mich zu Israel begeben.
Ich kam zu ihnen:
da wollten sie von mir nichts wissen
und wiesen den Befehl des Herrn zurück.

34
Deswegen sag ich’s euch, ihr Völker,

euch, die ihr höret und verstehet:
Erwartet euren Hirten!
Er gibt euch ewige Ruhe.
In nächster Nähe ist er schon,
der zu dem Weltenende kommt.

35
So seid bereit für königlichen Lohn!

Es leuchtet durch die Ewigkeit der Zeit
euch ewig Licht.

36
So flieht den Schatten dieser Welt!

Empfanget eurer Glorie Herrlichkeit!
Ich selber zeuge öffentlich von meinem Heiland.

37
Nehmt den vom Herrn Empfohlenen auf!

Bringt jubelnd Dank ihm dar,
der euch zu Himmelsreichen ruft!

38
Auf! Stellt euch hin

und schaut die Zahl der für das Mahl des Herrn Bestimmten!

39
Sie, die den Schatten dieser Welt verließen,

erhielten von dem Herrn kostbare Kleider.

40
Nimm, Sion, deine Zahl entgegen

und schließ die Liste der Bewerber ab,
die das Gesetz des Herrn erfüllten!

41
Voll ist die Zahl der Kinder,

die du dir selbst gewünscht.
Bitt doch die Macht des Herrn,
auf daß dein Volk geheiligt werde,
das von dem Anbeginn berufen ist! –

42
Ich, Esdras, schaute auf dem Sionsberge eine große Schar;

sie konnte niemand zählen,
und alle priesen im Gesang den Herrn.

43
In ihrer Mitte stand ein Jüngling, schlank gewachsen,

und ragte über alle sie empor
und setzte jedem eine Krone auf das Haupt
und wurde selber immer größer.
Ich aber ward durch dieses Wunder ganz gefesselt.

44
Ich fragte einen Engel:

Herr! Wer sind diese?

45
Er sprach zu mir:

Die sind es, die das sterbliche Gewand schon abgestreift
und ein unsterbliches erhalten
und die den Namen Gottes einst bekannt.
Jetzt werden sie gekrönt,
erhalten Siegespalmen.

46
Ich frug den Engel:
[317]

Wer ist dann jener Jüngling,
der ihnen Kronen
und Palmen gibt?

47
Er sprach zu mir:

Das ist der Gottesohn,
den sie in dieser Welt bekannt.
Da fing ich an, sie hochzupreisen,
die tapfer für des Herren Namen eingestanden.

48
Dann sprach zu mir der Engel:

Geh, künde meinem Volk,
was und wievieles Wunderbare
vom Herrgott du gesehen hast!

Erläuterungen

[1285]
21. Zu 5 Esdras

Dieses Buch wird teils als 1. und 2. Kapitel des 4. Esdrasbuchs, teils als 2., teils als 3. und als 5. Esdrasbuch überliefert. Das lateinisch erhaltene Buch geht auf eine griechische Übersetzung und diese auf eine hebräische Grundlage zurück. Das Buch zerfällt in zwei Teile. Der erste (1, 5–2, 9) enthält eine Drohrede gegen die Juden. Der zweite Teil (2, 10–47) verheißt dem Gottesvolk das himmlische Reich. Das Buch ahmt den prophetischen Stil nach und erhält dadurch eine besonders kräftige, eindrucksvolle Sprache. Die Schrift stammt aus jüdischen, wahrscheinlich essenischen, Kreisen. Dafür spricht der ganze Inhalt. Es ist auch an sich unwahrscheinlich, daß ein Christ unter dem Namen eines alttestamentlichen Heiligen ein Buch verfaßt haben sollte. Später wurde sein zweiter Teil christlich überarbeitet und bildet nun ein Gegenstück zum Barnabasbrief. (E. Hennecke, Neutest. Apokryphen 1904, 305 ff, Libri apocryp. i. V. T. ed. O. F. Fritzsche 1871, 640 ff).

  • 1: 1 s. Esdr 7, 1 ff, 1 Chr. 5, 29 ff. 3 Esdr 8, 1 f. 3 Artaxerxes Thronname des Kambyses. 11 Gott vertrieb vor Israel selbst die Phönizier. 14 Ex 13, 21 15 Ex 16, 13 ff. 19 Ps 78, 25 LXX Sap Sal. 16, 20. 22 Ex 15, 22 ff. 26 Is 59, 7 Rom 3, 15. 29 Jer 24, 7 Hebr 8, 10. 30 Mt 23, 37. 32 wie Isaias, Jeremias, Amos und Zacharias. 35 s. Dan 9, 26. Zunächst das Perservolk unter Cyrus Is 45, 1 ff, dann die Parther. 38 wörtlich „in Herrlichkeit“; griech. doxa bedeutet beides.
  • 2: 1 Aus ägyptischer Knechtschaft. 2 Bar 4, 11 ff. 5 „Vater“ Esdras. 6 durch deine Weissagung. 9 Assyrien, in dessen Gebiet die zehn Stämme hausen s. 2 Kg 18, 11. 10 Die auserwählte Schar der Frommen s. Luk 2, 25 „Simeon war gerecht und gottesfürchtig; er wartete auf den Trost Israels“ und die Essener. 12 s. Mt 24, 22. 15 „Mutter“ diese fromme Gemeinschaft. „Taube“ Sinnbild der Zurückgezogenheit. 16. s. Is 26, 19 Ezech 37, 12 f. 16 Hebr 11, 35 „Weiber erhielten ihre Toten wieder... 38 sie... irrten umher in Wüsten und auf Bergen, in Höhlen und Erdklüften“. 18 Rein jüdischer Zug. Die zwölf Bäume 19 und die zwölf Quellen haben Mysteriencharakter. Ebenso die sieben Berge (Henoch 24, 2) mit ihren Lilien und Rosen. Diese Blumen erinnern an Klgl 4, 7 „ihre Nasiräer (Gottgeweihten) waren reiner als Schnee, weißer als Milch und ihr Leib rötlicher als Korallen“ H L 5, 10 „mein Geliebter ist weiß und rot“. 20 Echt essenische Liebeswerke Jos B. J. II 8, 6 „nur zwei Dinge sind ihnen (den Essenern) freigestellt, Hilfeleistung und Barmherzigkeit. 22 s. Jos B. J. II 8, 4 „ein Pfleger ist in jeder Ordensstadt eigens für die Fremden angestellt“. 23 vgl. Tobit 1, 18 ff. 23 „Auferstehung“. Jos B. J. II 8 , 11 „Bei ihnen herrscht der Glaube, daß die Leiber vergänglich..., die Seelen aber unsterblich sind... Werden sie aus den fleischlichen Banden entlassen..., dann freuen sie sich und werden in die Höhe emporgehoben“. Daraus wird geschlossen, daß die Essener keine Auferstehung des Fleisches kennen. Damit stimmen aber die unmittelbar folgenden Sätze nicht überein „Den Guten, sagen sie, ...stehe ein Leben jenseits des Meeres[1286] bevor, ein Ort, der weder durch Regen, Schnee, noch Hitze belästigt werde... den Schlechten verheißen sie einen dunkeln, frostigen Winkel“. Das Fortsein oder Vorhandensein von Kälte hat nur einen Sinn bei Anwesenheit der Körper. 27 s. Joh 16, 20. 31 Hebr 11, 38. 34 Den Messias Joh 17, 12. 35 Der Messias ist also noch nicht erschienen; kein christlicher Zug. 36 Schatten = Vergänglichkeit; „ich zeuge“ = kündige an. 37 wörtl. „rief“ = konditionell „danket ihm, wenn er euch gerufen haben wird. 38 s. Mt 26, 29 Apok 7, 4 ff. 39 s. Eph 6, 12; 1 Petr 2, 9, Apok 7, 9. 43 Der Messias s. Hermas Sim. 9, 6. 1 „Ich sehe einen Zug von Männern nahen; darin war ein Mann an Größe erhaben, so daß er den Turm überragte“ (der Sohn Gottes und Herr des Turmes). 47 „Der Gottessohn“ heißt der Messias auch in 4 Esdr 7, 28; 13, 32. 37. 54; 14, 9.

Anmerkungen (Wikisource)

Siehe auch folgende Artikel aus Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft zu dem hier dargebotenen Text: