Ganz und gar

aus Wikisource, der freien Quellensammlung

Wechseln zu: Navigation, Suche
Textdaten
<<< >>>
Autor: Charles Baudelaire
Titel: Ganz und gar
Untertitel:
aus: Die Blumen des Bösen. S. 60-61
Herausgeber:
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1901
Verlag: Bondi
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Berlin
Übersetzer: Stefan George
Originaltitel: Tout entière
Originalsubtitel:
Originalherkunft: Les Fleurs du Mal
Quelle: Google-USA* und Scans auf Commons
Kurzbeschreibung:
Aus dem Zyklus: Trübsinn und Vergeisterung
Wikipedia-logo.png Artikel in der Wikipedia
Bild
[[Bild:|250px]]
Bild
{{{EXTERNESBILD}}}
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
[[index:|Link zur Indexseite]]


[60]
XLII
GANZ UND GAR

Der Böse kam diesen morgen
In mein hohes verliess
Mich auf einer sünde zu treffen
Und fragte: »weisst du wol dies:

5
Von allen den schönen dingen

Aus denen ihr zauber weht ·
Den rosa und schwarzen zierden
Aus denen ihr reiz besteht ·

[61] Was ist das schönste?«  O seele!

10
Du gabst dem verwünschten zurück:

»Wo alles zum wunder geworden
Gebührt da ein vorzug dem stück?

Wo alles mich hinreisst vergess ich
Dass eines besonders mir lacht.

15
Sie strahlt wie die morgenröte ·

Sie spendet trost wie die nacht.

So zart und fein ist der einklang
Der in ihrem körper regiert
Dass ohnmachtig die zersetzung

20
Die einzelnen takte verliert.


Verwandlung und wunder! die sinne
Zu einem sinn entflohn!
Verbreitet den duft ihre stimme:
Verbreitet ihr atem den ton.«

Persönliche Werkzeuge
In anderen Sprachen