Gesetz über das Staatsoberhaupt des Deutschen Reichs

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Titel: Gesetz über das Staatsoberhaupt des Deutschen Reichs
Abkürzung:
Art: Reichsgesetz
Geltungsbereich: Deutsches Reich
Rechtsmaterie: Verfassungsrecht
Fundstelle: Reichsgesetzblatt Teil I 1934 S. 747
Fassung vom:
Ursprungsfassung:
Bekanntmachung: 2. August 1934
Inkrafttreten: 2. August 1934 (Tod Hindenburgs)
Anmerkungen: siehe Nationalsozialistisches Recht. Das Gesetz ist mit Wirkung vom 9. Mai 1945 außer Kraft getreten.
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Inhaltsverzeichnis

Gesetz über das Staatsoberhaupt des Deutschen Reichs.

Vom 1. August 1934.

Die Reichsregierung hat das folgende Gesetz beschlossen,[1] das hiermit verkündet wird:

§ 1

Das Amt des Reichspräsidenten wird mit dem des Reichskanzlers vereinigt. Infolgedessen gehen die bisherigen Befugnisse des Reichspräsidenten auf den Führer und Reichskanzler Adolf Hitler über. Er bestimmt seinen Stellvertreter.

§ 2

Dieses Gesetz tritt mit Wirkung von dem Zeitpunkt des Ablebens des Reichspräsidenten von Hindenburg in Kraft.[2]

[Ausgefertigt]

Berlin, den 1. August 1934

Der Reichskanzler // Adolf Hitler
Der Stellvertreter des Reichskanzlers // von Papen
Der Reichsminister des Auswärtigen // Freiherr von Neurath
Der Reichsminister des Innern // Frick
Der Reichsminister der Finanzen // Graf Schwerin von Krosigk
Der Reichsarbeitsminister // Franz Seldte
Der Reichsminister der Justiz // Dr. Gürtner
Der Reichswehrminister // von Blomberg
Der Reichspostminister und Reichsverkehrsminister // Frhr. v. Eltz
Der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft // R. Walther Darré
Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda // Dr. Goebbels
Der Reichsminister der Luftfahrt // Hermann Göring
Der Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung // Bernhard Rust
Der Reichsminister ohne Geschäftsbereich // Rudolf Heß
Der Reichsminister ohne Geschäftsbereich // Hanns Kerrl

[Anmerkungen (Wikisource)]

  1. [WS: Rechtsgrundlage hierfür war das „Ermächtigungsgesetz“.]
  2. Paul von Hindenburg starb am 2. August 1934.