Herkules
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| Autor: |
Johann Gottfried Herder |
| Titel: |
Herkules |
| Untertitel: |
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| aus: |
Zerstreute Blätter (Fünfte Sammlung) S. 19–20 |
| Herausgeber: |
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| Auflage: |
1. Auflage |
| Entstehungsdatum: |
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| Erscheinungsdatum: |
1793 |
| Verlag: |
Carl Wilhelm Ettinger |
| Drucker: |
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| Erscheinungsort: |
Gotha |
| Übersetzer: |
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| Originaltitel: |
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| Originalsubtitel: |
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| Originalherkunft: |
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| Quelle: |
Google und Commons |
| Kurzbeschreibung: |
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Artikel in der Wikipedia
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De Zerstreute Blätter V (Herder) 041.jpg |
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Herkules.
Als Herkules die Erde wieder besuchte, fand er auf ihr drei wilde, verderbliche Ungeheuer, Tyrannei, Sophisterei und Heuchelei.
Die erste regierte statt der Macht, die zweite statt der Wissenschaft, die dritte statt der Liebe.
Er wußte, er müsse sie überwinden; Leib und Leben war ihm dafür nicht zu theuer. Einige kleine Bestien, die jenes dreifache Ungeheuer hervorgebracht hatte, waren von ihm auch schon edel erlegt; die Mütter selbst aber konnte er mit keiner Gewalt aus ihren Hölen ziehen, noch zum Kampf bringen: denn sie hatten sich mit der Unwissenheit umschanzet. Was Herkules gegen sie that und unternahm, war vergebens. Da nahm der Tapfere sich einen Streitgehülfen, den Weisen:[1] denn, sprach er, so lange die Unwissenheit unzerstört bleibt, können wir nie den Untergang jener Abscheulichen hoffen. Ist sie dahin, so ist „nichts Schwächeres auf der Welt, als das Reich der Gewalthätigkeit, der Lüge und der Verstellung.“
Anmerkungen
- ↑ Der Verfasser nennt hier den Thomas Campanella, aus dessen Gedichten er auch diese Einkleidung genommen hat.
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