Inschriften im heutigen Römischen Museum 1 (LECTOR AVETO)

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Textdaten
Autor: unbekannt
Titel: LECTOR AVETO
Untertitel: Neuzeitliche lateinische Inschriften in Augsburg
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Herausgeber: Wahlkurs Stadt- und Regionalgeschichte am Rudolf-Diesel-Gymnasium Augsburg
Auflage:
Entstehungsdatum: um 1515
Erscheinungsdatum: 2008
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Erscheinungsort:
Übersetzer: Wahlkurs Stadt- und Regionalgeschichte am Rudolf-Diesel-Gymnasium Augsburg
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Fotografie der Inschrift, siehe Bild
Kurzbeschreibung:
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[Bearbeiten] Inschrift

LECTOR AVETO
FRAT(er) IO(h)ANN(es) FABER SACR(a)E
THEOLOGI(a)E ARTIVMQ(ue)
DOCTOR ORDIN(is) PR(a)EDICATOR(um)
CO(n)GREGAT(ionis) GERMAN(iae)
VICAR(ius) GENERALIS
PRIOR AVGVSTENS(is) (a)EDEM
HANC SACR(am) RVINAM
OB VETVSTATEM MINA(n)TEM
PARTIM APOSTOL(icae)
SEDIS BENEFICIO PARTIM
VERO CIVIVM AUGUSTE(n)SIV(m)
ELEMOSINIS LEONE
X PONT(ifice) MAX(imo) AC MAXIMILIANO
P(io) F(elici) P(atre) P(atriae) GLO(rio)SISS(imo)
C(a)ESARE REMP(ublicam) XP(ist)IANAM
GVBERNANT(ibus) FAB(er) PROC(uratore)
HIERO(nymo) IMHOF ET MELCH(iore)
STVNTZ AVGVSTEN(sibus)
MAX(imis) LABORIBVS AC
INCREDIBILI CURA DEO
OPT(imo) MAX(imo) MARI(a)E VIRGINI
MARI(a)E MAGDAL(enae) IO(h)AN(n)I
EVANG(elistae) ATQUE DIVO
DOMINICO ORD(inis) PR(a)EDICAT(orum)
PARENTI INFRA
TRIEN(n)IVM (VIX CREDERES)
A FVNDAM(ento) F(aciendum) C(uravit) ANNO
XP(ist)I MDXV (die) X SEPTE(m)B(ris)
VALE ET ABI
HOC VOLVI VT SCIRES


[Bearbeiten] Übersetzung

Du sollst gegrüßt sein, Leser! Bruder Johann Faber, Doktor der heiligen Theologie und der Künste aus dem Predigerorden, Generalvikar der Deutschen Kongregation und Prior von Augsburg, hat dieses heilige Haus wegen des altersbedingt drohenden Einsturzes teils mit Hilfe des Apostolischen Stuhls, teils aber mit Spenden der Augsburger Bürger unter Papst Leo X. und dem ruhmreichsten Kaiser Maximilian, dem Frommen und Glücklichen, Vater des Vaterlandes, den Lenkern des christlichen Gemeinwesens, [errichtet]. Faber sorgte mit dem Bürgermeister Hieronymus Imhof und Melchior Stuntz aus Augsburg, mit größter Anstrengung und in unglaublicher Sorge für den besten und höchsten Gott, für die Jungfrau Maria und Maria Magdalena, den Evangelisten Johannes und den Heiligen Dominikus, den Stifter des Predigerordens, in weniger als drei Jahren (man kann es kaum glauben) für die Errichtung von Grund auf, im Jahre des Herrn 1515, am 10. September. Leb wohl und geh fort, ich wollte, dass du das weißt.

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