Kleiner Briefkasten (Die Gartenlaube 1863/11)
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[176] S. in V. Wir müssen Sie auf Nr. 15 des Jahrgangs 1862 verweisen, worin der Klärungsapparat des Herrn Rawald in Freiburg a/U. ausführlich besprochen wird. Das unzulängliche chemische Klärverfahren, zeit- und geldraubend und meist die Substanz schwächend, wird durch das billige und schnelle Rawald’sche Klärmittel für immer beseitigt. Dieses Mittel besteht aus einem sinnreich construirten Apparat und einer besonders zubereiteten Klärmasse, und diesen beiden einfachen Factoren widersteht durchaus nichts Trübes in allen erdenklichen Flüssigkeiten. Wasser, Wein, Bier,Cider, Frucht- und Zuckersäfte, Spirituosen, Laugen, Oele und Essenzen, Farben, Wasserglas werden, und wenn sie noch so trüb sind, sofort glanzhell, ohne daß Farbe, Qualität oder Geschmack im Mindesten beeinträchtigt würden. Die Klärung erfolgt unmittelbar nach der Einfüllung in den Apparat. Dieser besteht aus einer dauerhaften steinartigen Masse, welche weder von Säuren, noch Temperaturwechsel angegriffen wird, nimmt wenig Raum ein und ist unmittelbar nacheinander für jede Flüssigkeit zu gebrauchen, unter Anwendung derselben Klärmasse, welche sich wenig abnutzt. Gleichzeitig dient dieses Verfahren auch zur Ausscheidung der noch nutzbaren Bestandtheile aus dem Waschwasser der Fabriken und der Hauswirthschaft und stellt sich somit als das sicherste, schnellste, zweckmäßigste und billigste Klärmittel dar, von Dr. Gall, Dr. Döbereiner und andern Autoritäten auf’s Wärmste empfohlen. Herr Rawald liefert den Apparat in verschiedener Größe für 3, 5 bis zu 20 Thaler, und es werden damit in der Stunde 30–60 Quart bis 4 Eimer geklärt. |
