Lutherbibel/Epheser (1546)
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[Bearbeiten] Vorrede auff die Epistel S. Pauli: an die Epheser.
[I. II. III.] In dieser Epistel leret S. Paulus auffs erst, was das Euangelium sey, wie es allein von Gott in ewigkeit versehen, vnd durch Christum verdienet vnd ausgegangen ist, Das alle, die dran gleuben, gerecht, frum, lebendig, selig, vnd vom Gesetz, Suende vnd Tod frey werden. Das thut er durch die drey ersten Capitel.
[IIII.] DArnach leret er meiden die Nebenlere vnd Menschengebot, Auff das wir an einem Heubt bleiben, gewis, rechtschaffen vnd voellig werden in Christo allein, an welchem wirs gar haben, das wir ausser jm nichts duerffen. Das thut er im iiij. Capitel.
[V. VI.] FOrt an leret er den Glauben vben vnd beweisen mit guten wercken, vnd suende meiden. Vnd mit geistlichen waffen streiten wider den Teufel, damit wir durchs creutz in Hoffnung bestehen muegen.
[Bearbeiten] Die Epistel S. Pauli an die Epheser.
[Bearbeiten] I.
[1]Paulus ein Apostel Jhesu Christi, durch den willen Gottes.
Den Heiligen zu Epheso, vnd gleubigen an Christo Jhesu.
[2]Gnade sey mit euch vnd Friede, von Gott vnserm Vater, vnd dem HErrn Jhesu Christo.
[3]Gelobet sey Gott vnd der Vater vnsers HErrn Jhesu Christi, der vns gesegenet hat mit allerley geistlichem Segen, in himlischen Guetern, durch Christum. [4]Wie er vns denn erwelet hat durch denselbigen ehe der Welt grund gelegt war, das wir solten sein heilig vnd vnstrefflich fur jm in der liebe. [5]Vnd hat vns verordnet zur Kindschafft gegen jm selbs, durch Jhesum Christ, nach dem wolgefallen seines willens, [6]Zu lob seiner herrlichen gnade, durch welche er vns hat angenem gemacht in dem Geliebten.
[7]AN welchem wir haben die erloesung, durch sein Blut, nemlich, die vergebung der suende, Nach dem reichthum seiner Gnade, [8]welche vns reichlich widerfaren ist, durch allerley weisheit vnd klugheit, [9]Vnd hat vns wissen lassen das Geheimnis seines willens, nach seinem wolgefallen, Vnd hat dasselbige erfuer gebracht durch jn, [10]das es geprediget wuerde da die zeit erfuellet war, Auff das alle ding zusamen b verfasset wuerde, in Christo, beide das im Himel vnd auch auff Erden ist, durch jn selbs. [11]Durch welchen wir auch zum Erbteil komen sind, die wir zuuor verordnet sind, nach dem fursatz, des, der alle ding wircket, nach dem rat seines willens, [12]Auff das wir etwas seien zu lob seiner herrligkeit, die wir zuuor auff Christo hoffen.
[13]DVrch welchen auch jr gehoeret habt das Wort der warheit, nemlich, das Euangelium von ewer seligkeit, Durch welchen jr auch, da jr gleubetet versiegelt worden seid mit dem heiligen Geist der verheissung,
[14]welcher ist das pfand vnsers Erbes, zu vnser erloesung, das wir sein Eigenthum wuerden, zu lob seiner Herrligkeit.
[15]Darumb auch ich, nach dem ich gehoeret hab von dem glauben bey euch, an den HErrn Jhesum, vnd von ewer lieb zu allen Heiligen, [16]hoere ich nicht auff zu dancken fur euch, vnd gedencke ewer in meinem gebet, [17]Das der Gott vnsers HErrn Jhesu Christi, der Vater der herrligkeit, gebe euch den Geist der weisheit vnd der offenbarung, zu seines selbs erkentnis, [18]vnd erleuchtete augen ewers verstentnis, Das jr erkennen mueget, welche da sey die hoffnung ewers Beruffs, vnd welcher sey der reichthumb seines herrlichen Erbes, an seinen Heiligen, [19]vnd welche da sey die vberschwengliche groesse seiner Krafft an vns, die wir gleuben nach der wirckung seiner mechtigen stercke, [20]welche er gewirckt hat in Christo, da er jn von den Todten aufferweckt hat, vnd gesetzt zu seiner Rechten, im himel, [21]vber alle Fuerstenthumb, Gewalt, Macht, Herrschafft, vnd alles was genant mag werden, nicht allein in dieser Welt, sondern auch in der zukuenfftigen. [22]Vnd hat alle ding vnter seine fuesse gethan, vnd hat jn gesetzt zum Heubt der Gemeine vber alles, [23]welche da ist sein Leib, nemlich die fuelle, des der alles in allen a erfuellet.
[Bearbeiten] II.
Vnd auch euch, da jr tod waret, durch Vbertrettung vnd Suende, [2]in welchen jr weiland gewandelt habt, nach dem lauff dieser Welt, vnd nach dem Fuersten, der in der lufft herrschet, nemlich, nach dem Geist, der zu dieser zeit sein werck hat in den Kindern des vnglaubens, [3]vnter welchem wir auch alle weiland vnsern wandel gehabt haben, in den luesten vnsers Fleisches, vnd thaten den willen des fleisches, vnd der vernunfft, Vnd waren auch Kinder des zorns von natur, gleich wie auch die andern.
[4]ABer Gott, der da reich ist von barmhertzigkeit, durch seine grosse Liebe, damit er vns geliebet hat, [5]Da wir tod waren in den suenden, hat er vns sampt Christo lebendig gemacht (Denn aus gnade seid jr selig worden) [6]vnd hat vns sampt jm aufferweckt, vnd sampt jm in das himlische wesen gesetzt, in Christo Jhesu, [7]Auff das er erzeigete in den zukuenfftigen zeiten den vberschwenglichen
Reichthum seiner gnade, durch seine guete vber vns in Christo Jhesu. [8]Denn aus gnade seid jr selig worden, durch den glauben, vnd dasselbige nicht aus euch, Gottes gabe ist es, [9]nicht aus den wercken, Auff das sich nicht jemand rhueme. [10]Denn wir sind sein werck, geschaffen in Christo Jhesu, zu guten wercken, zu welchen Gott vns zuuor bereitet hat, das wir darinnen wandeln sollen.
[11]Darumb gedencket dran, das jr, die jr weiland nach dem fleisch Heiden gewesen seid, vnd die Vorhaut genennet wurdet, von denen, die genennet sind die Beschneitung nach dem fleisch, die mit der hand geschicht, [12]Das jr zu derselbigen zeit waret on Christo, frembde vnd ausser der buergerschafft Jsrael, vnd frembde von den Testamenten der verheissung, Da her jr keine hoffnung hattet, vnd waret on Gott in der welt. [13]Nu aber, die jr in Christo Jhesu seid, vnd weiland ferne gewesen, seid nu nahe worden, durch das blut Christi.
[14]Denn er ist vnser Friede, der aus beiden Eines hat gemacht, vnd hat abgebrochen den Zaun der da zwischen war, Jn dem, das er durch sein Fleisch wegnam die Feindschafft, [15]nemlich, b das Gesetz, so in geboten gestellet war, Auff das er aus Zweien einen newen Menschen in jm selber schaffete, vnd Friede machete, [16]vnd das er Beide versoenete mit Gott in einem Leibe, durch das Creutz, Vnd hat die Feindschafft getoedtet, durch sich selbs. [17]Vnd ist komen, hat verkuendiget im Euangelio den Friede, euch die jr ferne waret, vnd denen die nahe waren, [18]Denn durch Jn haben wir den zugang alle beide, in einem Geiste, zum Vater.
[19]SO seid jr nu nicht mehr Geste, vnd Frembdlinge, sondern Buerger mit den Heiligen, vnd Gottes hausgenossen, [20]erbawet auff den grund der Apostel vnd Propheten, da Jhesus Christus der Eckstein ist, [21]auff welchen, der gantze Baw in einander gefueget, wechst, zu einem heiligen Tempel, in dem HErrn, [22]Auff welchen auch jr mit erbawet werdet, zu einer behausung Gottes, im Geist.
[Bearbeiten] III.
Derhalben ich Paulus der gefangener Christi Jhesu, fur euch Heiden, [2]nach dem jr gehoeret habt von dem Ampt der gnade Gottes, die mir an euch gegeben ist, [3]das mir ist kund worden dieses Geheimnis, durch offenbarung, wie ich droben auffs kuertzest geschrieben habe, [4]Daran jr, so jrs leset, mercken kuend meinen verstand an dem Geheimnis Christi, [5]welchs nicht kund gethan ist, in den vorigen zeiten den Menschen kindern, als es nu offenbart ist seinen heiligen Aposteln vnd Propheten, durch den Geist, [6]nemlich, das die Heiden miterben seien, vnd mit eingeleibet vnd mitgenossen seiner verheissung in Christo, Durch das Euangelium, [7]des ich ein Diener worden bin, nach der gabe aus der gnade Gottes, die mir nach seiner mechtigen Krafft gegeben ist.
[8]MJr dem allergeringsten vnter allen Heiligen, ist gegeben diese gnade, vnter die Heiden zu verkuendigen den vnausforschlichen reichtumb Christi, [9]vnd zu erleuchten jederman, welche da sey die gemeinschafft des Geheimnis, das von der Welt her in Gott verborgen gewesen ist, der alle ding geschaffen hat, durch Jhesum Christ, [10]Auff das jtzt kund wuerde, a den Fuerstenthuemen, vnd herrschafften in dem Himel, an der Gemeine, die manchfeltige weisheit Gottes, [11]nach dem fursatz von der Welt her, welche er beweiset hat in Christo Jhesu vnserm HErrn, [12]Durch welchen wir haben freidigkeit vnd zugang in aller zuuersicht, durch den glauben an jn. [13]Darumb bitte ich, das jr nicht muede werdet, vmb meiner truebsaln willen, die ich fur euch leide, welche euch eine Ehre sind.
[14]DErhalben beuge ich meine knie, gegen dem Vater vnsers HErrn Jhesu Christi, [15]der der rechte Vater ist vber alles was da b Kinder heisset, im Himel vnd auff Erden, [16]Das er euch Krafft gebe, nach dem Reichthumb seiner herrligkeit, starck zu werden durch seinen Geist, an dem inwendigen Menschen, [17]vnd Christum zu wonen durch den glauben in ewren hertzen, vnd durch die
Liebe eingewurtzelt vnd gegruendet werden, [18]Auff das jr begreiffen moeget mit allen Heiligen, welches da sei die c breite, vnd die lenge, vnd die tieffe, vnd die hoehe, [19]Auch erkennen das Christum d liebhaben viel besser ist, denn alles wissen, Auff das jr erfuellet werdet mit allerley e Gottes fuelle.
[20]DEm aber, der vberschwenglich thun kan, vber alles, das wir bitten oder verstehen, nach der Krafft, die da in vns wircket, [21]dem sey ehre in der Gemeine, die in Christo Jhesu ist, zu aller zeit, von ewigkeit zu ewigkeit A M E N.
[Bearbeiten] IIII.
So ermane nu euch ich gefangener in dem HErrn, Das jr wandelt, wie sichs gebuert ewrem Beruff, darinnen jr beruffen seid, [2]mit aller demut vnd sanfftmut, mit gedult, Vnd vertraget einer dem andern in der Liebe, [3]Vnd seid vleissig zu halten die einigkeit im Geist, durch das band des friedes. [4]Ein leib vnd ein geist, wie jr auch beruffen seid, auff einerley Hoffnung ewers beruffs. [5]Ein HErr, ein glaube, eine tauffe, [6]ein Gott vnd Vater (vnser) aller, der da ist vber euch alle vnd durch euch allen, vnd in euch allen.
[7]Ejnem jglichen aber vnter vns ist gegeben die gnade, nach dem mass der gabe Christi. [8]Darumb spricht er, Er ist auffgefaren in die Hoehe, vnd hat das Gefengnis gefangen gefueret, Vnd hat den Menschen gaben gegeben. [9]Das er aber auffgefaren ist, was ists? denn das er zuuor ist hinunter gefaren in die vntersten Orter der erden. [10]Der hinunter gefaren ist, das ist derselbige, der auff gefaren ist vber alle Himel, auff das er a alles erfuellet.
[11]VND er hat etliche zu Apostel gesetzt, etliche aber zu Propheten, etliche zu Euangelisten, etliche zu Hirten vnd Lerer, [12]das die Heiligen b zugerichtet werden zum werck des Ampts, da durch der leib Christi erbawet werde, [13]Bis das wir alle hinan komen, zu einerley glauben vnd erkentnis des sons Gottes, vnd ein volkomen Man werden, der da sey in der masse des volkomenen alters Christi, [14]Auff das wir nicht mehr Kinder seyen, vnd vns wegen vnd wigen
lassen, von allerley wind der Lere, durch schalckheit c der Menschen vnd teuscherey, da mit sie vns erschleichen zu verfueren.
[15]LAsset vns aber rechtschaffen sein in der Liebe, vnd wachsen in allen stuecken, an den, der das Heubt ist, Christus, [16]aus welchem der gantze Leib zusamen gefueget, vnd ein Glied am andern hanget, durch alle gelencke, dadurch eins dem andern Handreichung thut, nach dem werck eines jglichen Gliedes, in seiner masse, vnd machet, das der Leib wechset zu sein selbs besserung, vnd das alles in der Liebe.
[17]So sage ich nu, vnd zeuge in dem HErrn, das jr nicht mehr wandelt wie die andern Heiden wandeln, in der eitelkeit jres sinnes, [18]welcher verstand verfinstert ist, vnd sind entfrembdet von dem Leben, das aus Gott ist, durch die vnwissenheit, so in jnen ist, durch die blindheit jres hertzen, [19]welche Ruchlos sind, vnd ergeben sich der Vnzucht, vnd treiben allerley Vnreinigkeit sampt dem Geitz. [20]Jr aber habt Christum nicht also gelernet, [21]so jr anders von jm gehoeret habt, vnd in jm geleret seid, wie in Jhesu ein rechtschaffen wesen ist.
[22]So leget nu von euch ab, nach dem vorigen wandel, den alten Menschen, der durch Lueste jm jrthum sich verderbet. [23]Ernewert euch aber im geist ewers gemuets, [24]vnd ziehet den newen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist, in rechtschaffener gerechtigkeit vnd heiligkeit. [25]Darumb leget die Luegen ab, vnd redet die Warheit ein jglicher mit seinem Nehesten, sintemal wir vnternander gelider sind. [26]Zuernet, vnd suendiget nicht, Lasset die sonne nicht vber ewrem Zorn vntergehen. [27]Gebet auch nicht raum dem Lesterer. [28]Wer gestolen hat, der stele nicht mehr, Sondern erbeite, vnd schaffe mit den henden etwas guts, Auff das er habe zu geben dem duerfftigen.
[29]Lasset kein faul Geschwetz aus ewrem munde gehen, sondern was nuetzlich zur besserung ist, da es not thut, das es holdselig sey zu hoeren. [30]Vnd betruebet nicht den heiligen geist Gottes, da mit jr versiegelt seid, auff den tag der erloesung. [31]Alle bitterkeit vnd grim, vnd zorn, vnd geschrey, vnd lesterung sey ferne von euch, sampt aller bosheit. [32]Seid aber vntereinander freundlich, hertzlich, vnd vergebet einer dem andern, Gleich wie Gott euch vergeben hat, in Christo.
[Bearbeiten] V.
So seid nu Gottes nachfolger, als die lieben Kinder, [2]vnd wandelt in der Liebe, gleich wie Christus vns hat geliebet, vnd sich selbs dargegeben fur vns, zur gabe vnd opffer, Gott zu einem suessen geruch. [3]Hurerey aber vnd alle Vnreinigkeit oder Geitz, lasset nicht von euch gesagt werden, wie den Heiligen zustehet, [4]Auch schandbare wort vnd Narrenteiding, oder Schertz, welche euch nicht ziemen, sondern viel mehr Dancksagung. [5]Denn das solt jr wissen, das kein Hurer oder Vnreiner oder Geitziger (welcher ist ein Goetzendiener) erbe hat an dem reich Christi vnd Gottes. [6]Lasset euch niemand verfueren mit vergeblichen worten, Denn vmb dieser willen kompt der zorn Gottes vber die Kinder des vnglaubens. [7]Darumb seid nicht jre Mitgenossen. [8]Denn jr waret weiland finsternis, Nu aber seid jr ein liecht in dem HErrn.
[9]Wandelt wie die Kinder des liechts, Die frucht des Geistes ist allerley guetigkeit vnd gerechtigkeit vnd warheit, [10]Vnd pruefet, was da sey wolgefellig dem HErrn. [11]Vnd habt nicht gemeinschafft mit den vnfruchtbaren wercken der finsternis, straffet sie aber viel mehr. [12]Denn was heimlich von jnen geschicht, das ist auch schendlich zu sagen. [13]Das alles aber wird offenbar, wenns vom liecht gestraffet wird, Denn alles was offenbar wird, das ist liecht. [14]Darumb spricht er, Wache auff der du schleffest, vnd stehe auff von den Todten, so wird dich Christus erleuchten.
[15]So sehet nu zu, wie jr fursichtiglich wandelt, nicht als die vnweisen, sondern als die weisen, [16]Vnd schicket euch in die zeit, Denn es ist a boese zeit. [17]Darumb werdet nicht vnuerstendig, sondern verstendig, was da sey des HErrn wille. [18]Vnd sauffet euch nicht vol weins, daraus ein b vnordig wesen folget, Sondern werdet vol Geistes. [19]Vnd redet vntereinander von Psalmen vnd Lobsengen vnd geistlichen Lieden, singet vnd spielet dem HErrn in ewren hertzen, [20]vnd saget Danck alle zeit fur alles, Gott vnd dem Vater, in dem namen vnsers HErrn Jhesu Christi. [21]Vnd seid vntereinander vnterthan, in der furcht Gottes.
[22]Dje Weiber seien vnterthan jren Mennern, als dem HErrn, [23]Denn der man ist des weibs heubt, Gleich wie auch Christus das heubt ist der Gemeine, vnd er ist seines leibs Heiland. [24]Aber wie nu die Gemeine ist Christo vnterthan, also auch die weiber jren mennern in allen dingen.
[25]Jr Menner, liebet ewre Weiber, gleich wie Christus geliebet hat die Gemeine, vnd hat sich selbs fur sie gegeben, [26]Auff das er sie heiliget, Vnd hat sie gereiniget durch das Wasserbad im wort, [27]auff das er sie jm selbs darstellet eine Gemeine die herrlich sey, die nicht hab einen flecken oder runtzel, oder des etwas, sondern das sie heilig sey vnd vnstrefflich.
[28]Also sollen auch die Menner jre Weiber lieben, als jre eigene leibe. Wer sein weib liebet, der liebet sich selbs. [29]Denn niemand hat jemal sein eigen fleisch gehasset, sondern er neeret es, vnd pfleget sein, gleich wie auch der HErr die Gemeine, [30]Denn wir sind Glieder seines leibs, von seinem fleisch vnd von seinem gebeine. [31]Vmb des willen wird ein Mensch verlassen vater vnd mutter, vnd seinem Weib anhangen, vnd werden zwey ein Fleisch sein. [32]Das c Geheimnis ist gros, Jch sage aber von Christo vnd der Gemeine. [33]Doch auch jr, ja ein jglicher habe lieb sein Weib als sich selbs, Das weib aber fuerchte den Man.
[Bearbeiten] VI.
Jr Kinder seid gehorsam ewren Eltern, in dem HErrn, Denn das ist billich. [2]Ehre Vater vnd mutter, das ist das erste gebot, das Verheissung hat, [3]Auff das dirs wolgehe, vnd lange lebest auff erden.
[4]VND jr Veter reitzet ewre Kinder nicht zu zorn, Sondern ziehet sie auff in der zucht vnd vermanung zu dem HErrn.
[5]Jr knechte seid gehorsam ewren leiblichen Herrn, mit furchte vnd zittern, in einfeltigkeit ewers hertzen, als Christo, [6]Nicht mit dienst allein fur augen, als den Menschen zugefallen, sondern als die knechte Christi. Das jr solchen willen Gottes thut von hertzen, mit gutem willen, [7]Lasset euch duencken, das jr dem HErrn dienet, vnd nicht dem Menschen, [8]Vnd wisset was ein jglicher gutes thun wird, das wird er von dem HErrn empfahen, er sey ein knecht oder ein Freier.
Vnd jr Herrn thut auch dasselbige gegen jnen, vnd lasset das drewen, Vnd wisset, das auch ewer HErr im himel ist, vnd ist bey jm kein ansehen der person.
[10]Zv letzt, meine Brueder, seid starck in dem HErrn, vnd in der macht seiner stercke. [11]Ziehet an den harnisch Gottes, das jr bestehen kuend gegen die
listigen anlauff des Teufels. 6, 13 s. u. Gl. [12]Denn wir haben nicht mit fleisch vnd blut zu kempffen, sondern mit Fuersten vnd Gewaltigen, nemlich, mit den Herrn der Welt, die in der finsternis dieser welt herrschen, mit den boesen Geistern vnter dem Himel. [13]Vmb des willen, so ergreiffet den Harnisch Gottes, auff das jr, wenn das boese stuendlin kompt, Widerstand thun, vnd alles wol ausrichten, vnd das Feld behalten, mueget.
[14]So stehet nu, vmbguertet ewre lenden mit Warheit, vnd angezogen mit dem Krebs der gerechtigkeit, [15]vnd an beinen gestiffelt, als fertig zu b treiben das Euangelium des friedes, da mit jr bereit seiet. [16]Vor allen dingen aber, ergreiffet den Schilt des glaubens, mit welchem jr ausleschen kuend alle fewrige pfeile des Boesewichtes. [17]Vnd nemet den Helm des heils, vnd das schwert des Geistes, welches ist das wort Gottes. [18]Vnd betet stets in allem anligen mit bitten vnd flehen, im geist, Vnd wachet dazu mit allem anhalten vnd flehen, fur alle Heiligen, [19]vnd fur mich, Auff das mir gegeben werde das wort, mit freidigem auffthun meines mundes, Das ich moege kund machen das geheimnis des Euangelij, [20]welches Bote ich bin in der ketten, auff das ich darinnen freidig handeln moege, vnd reden wie sichs gebuert.
[21]AVff das aber jr auch wisset, wie es vmb mich stehet, vnd was ich schaffe, wirds euch alles kund thun Tychicus, mein lieber Bruder vnd getrewer Diener in dem HErrn, [22]Welchen ich gesand habe zu euch, vmb desselbigen willen, das jr erfaret, wie es vmb mich stehet, Vnd das er ewre hertzen troeste. [23]Friede sey den Bruedern, vnd liebe mit glauben, von Gott dem Vater, vnd dem HErrn Jhesu Christo. [24]Gnade sey mit allen, die da lieb haben vnsern HErrn Jhesum Christ vnuerruckt, AMEN.
Geschrieben von Rom, an die Epheser, durch Tychicum.
Matthäus | Markus | Lukas | Johannes | Apostelgeschichte | Römer | 1. Korinther | 2. Korinther | Galater | Epheser | Philipper | Kolosser | 1. Thessalonicher | 2. Thessalonicher | 1. Timotheus | 2. Timotheus | Titus | Philemon | 1. Petrus | 2. Petrus | 1. Johannes | 2. Johannes | 3. Johannes | Hebräer | Jakobus | Judas | Offenbarung
Lesen Sie denselben Text (Epheser) in der Lutherbibel von 1522.

