MKL1888:Aarestrup

aus Wikisource, der freien Quellensammlung

Wechseln zu: Navigation, Suche
Meyers Konversations-Lexikon
Vorheriger
Aare
Nächster
Aargau
Wikipedia Logo

Wikipedia-Artikel:
Aarestrup

Wikisource Logo

[[{{{Wikisource}}}|{{{Wikisource}}} in Wikisource]]

Wiktionary Logo

Wiktionary-Artikel:

MKL1888:Aarestrup in Meyers Konversationslexikon

Originalseite(n):
9

korrigiert
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal korrekturgelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.


Aarestrup, Emil, dän. Dichter, geb. 4. Dez. 1800, studierte Medizin, ließ sich 1827 als praktischer Arzt auf Laaland nieder und wurde 1849 Stiftsphysikus auf Fünen und Hospitalarzt in Odense. Er starb 1856. Seine ersten Gedichte erschienen 1838, fanden indessen damals wenig Beachtung. Erst nach seinem Tod, nachdem G. Brandes in einer vortrefflichen Abhandlung auf seinen Wert aufmerksam gemacht hatte, wurde A. sozusagen entdeckt und ihm nun die gebührende Anerkennung als einem der ersten Lyriker Dänemarks gezollt. Darauf erschienen auch seine hinterlassenen Poesien (1863). A. steht als Dichter Öhlenschläger und Chr. Winther am nächsten. Die bei dem erstern naiv und bei dem letztern verschlossen hervortretende Sinnlichkeit bricht bei A. in schwellender und kräftiger Fülle aus. Ein begeisterter Vertreter der Form und Färbung, hat er die Schönheit des Weibes in berauschenden Gedichten besungen (»Erotische Situationen«) und wie kaum ein andrer die Macht geschildert, welche dieselbe über den Mann ausübt. Seine »Samlede Digte«, mit Charakteristik von Brandes, gab Liebenberg (Kopenh. 1877) heraus.

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Aarestrup“. In: Meyers Konversations-Lexikon, 4. Aufl. Leipzig: Bibliographisches Institut, 1888-1889. Band 1 Seite 9. Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=MKL1888:Aarestrup&oldid=640596 (Version vom 1.4.2009)

Persönliche Werkzeuge